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Bioexkursion des Bio-LKs der Jahrgangsstufe 12 (2006/07) ins 
Am 01.03.2007 stand für uns, dem Bio-LK, eine Exkursion nach Köln in das Ausbildungs- und Informationslabor für Biotechnologie an.
Dort wurde uns die Möglichkeit gegeben selbst einmal – als angehende Biologen - „Praxis-Luft“ in einem Labor zu schnuppern und unsere Kenntnisse zur Gentechnik aufzufrischen.
Nachdem wir uns alle, mehr oder weniger pünktlich, in der Bahnhofshalle von Siegen eingefunden hatten, letzte Besorgungen bei McDonalds erledigt und die Tickets gezogen waren, stand der Zugfahrt nichts mehr im Wege. In Betzdorf und Wissen stiegen dann auch die letzten von uns ein, somit waren wir endlich komplett.
Einige (wir nennen keine Namen ) heiterten das gesamte Zugabteil durch laute Gespräche
- natürlich fachspezifisch – auf.
Die 1 ½ - stündige Fahrt verging dadurch ziemlich zügig und schon waren wir in Köln angekommen.
Dort erwies sich einer aus unserer Gruppe als unersetzlicher Wegweiser (Danke Ugur!). Sicher führte er den Kurs von Ahnungslosen zuerst zur S-Bahn und anschließend auf direktem Wege zum Gebäude von Köln-PUB.
Sofort wurden wir im Gebäude von Dr. Becker, dem Veranstaltungsleiter, freundlich begrüßt. Als einzige Gruppe genossen wir dort die volle Aufmerksamkeit. Damit wir den Laborraum, in dem später gearbeitet wurde, betreten durften, mussten wir uns von Rücksäcken, Jacke, Essen etc. trennen. Im Laborraum wurden wir aber sofort mit weißen Kitteln entschädigt. An drei Gruppentischen nahmen wir mit jeweils 8 Leuten platz. Zunächst klärte Hr. Becker einige Formalitäten und führte uns auf beruhigende Weise in die Handhabung von biologischen Instrumenten ein. So, z.B. erfuhren wir, dass die zu benutzenden Pipetten jeweils einen Wert von ca. 300€ haben. Nachdem deren Benutzung geübt worden war, starteten wir mit dem Schülerexperiment, mit dem Ziel DNA-Fragmente von Plasmid-DNA-Molekülen zu isolieren, um anschließend diese analysieren zu können.
Das gesamte Experiment wurde unter strikter Anleitung von Dr. Becker und mit Hilfe eines Schülerskriptes durchgeführt.
Zuerst starteten wir in Partnerarbeit mit der Plasmidpräparation mittels alkalischer Lyse. Eine ruhige Hand und besonders Konzentration war gefragt, denn eine falsche Zusammensetzung der Lösungen hätte zum scheitern des Versuchs geführt. Bei richtiger Ausführung und nach mehrmaligem zentrifugieren erhielt man zwei Gefäße (x, 0) mit isolierten Plasmiden.
Danach fuhren wir mit der enzymatischen Zerlegung von der Plasmid-DNA fort. Dazu wird die Plasmid-DNA mit Restriktionsenzymen an spezifischen Stellen gespalten, d.h. die Restriktionsenzyme zerschneiden die DNA, wie spez. Scheren.
Nach diesem Schritt entstanden drei Ansätze (C, E, F), B und D bereiteten wir in dem nachfolgenden Schritt vor.
 Die DNA-Fragmente, die durch die Spaltung der Plasmid-DNA entstanden waren, mussten nun durch eine Gelelektrophorese nach ihrer relativen Größe aufgetrennt werden, um analysiert werden zu können.
Dazu erwärmte Hr. Becker das Agarosegel (nicht: Agaros-egel oder Agaro-segel ), welches wir später dann in den Gelträger füllen konnten. Zusätzlich wurde ein Kamm eingesetzt, dessen Zinken, bei Erhärtung des Gels, kleine Taschen bildeten. In diese Taschen trugen wir die DNA-Ansätze auf. Dieses geschah jedoch erst nachdem Hr. Becker uns diesen Vorgang – mit ziemlich ruhiger Hand – anhand von Ansatz A (mitlaufende Beispiel DNA) eindrucksvoll demonstriert hatte. Die Gelträger, mit den gefüllten Taschen, wurden zum Schluss an ein Netzgerät angeschlossen, wodurch die DNA, aufgrund ihrer negativ geladenen Phosphatgruppen in Richtung Pluspol (Anode) wanderten. Dieser Vorgang bot einen Zeitraum für die heißersehnte Mittagspause. Doch bevor wir diese antreten konnten, waren wir gezwungen in einem theoretischen Teil unser Hintergrundwissen preiszugebenJ. Doch der Hunger zerrte an uns und somit fand man uns kurze zeit später in dem Nahe gelegenen Einkaufszentrum oder den angrenzenden Fast-Food-Restaurants wieder.
Zurück im Köln-PUB führten wir dann schließlich gestärkt den letzten Schritt unseres Experimentes durch bzw. konnten wir die Ergebnisse der Elektrophorese auswerten. Jeder musste trotz langsam auftretender Müdigkeit, noch mal hart und intensiv arbeiten.
Dr. Becker hat es durch seine ruhige, aber konsequente Art immer geschafft unsere Gruppe unter Kontrolle zu halten und auf jede Gruppe einzugehen und vermittelte dadurch Fachinteresse und gleichzeitig die Lust am unterrichten.
Unsere erstellten Gele, mit den DNA-Ansätzen, konnten wir sogar mit nach Hause nehmen. Zusätzlich wurde von diesen noch ein Foto gemacht – und somit hatte jeder ein Andenken an unseren ersten Praxistag in einem Labor.
Erschöpft brachen wir zur Heimreise aus (einige nahmen das zu wörtlich-sorry) und landeten abends nach einem erlebnisreichen, spaßigen und informativen Tag, wieder in Siegen am Bahnhof.
Marie Wilhelm & Ann-Katrin Müller
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