Gymnasium Am Löhrtor
 
 Schools in Concert

Westfalenpost 13.06.2005:

Siegens größtes Orchester im Leonhard-Gläser-Saal

Ein seltener Anblick im Leonhard-Gläser-Saal: Gleich zwei Männer in Schwarz gaben den Takt vor. Und alle hielten sich daran. WP-Fotos:
Michael Kunz

 

Siegen. (mku) Vielleicht wäre es besser gewesen, den großen Saal der Siegerlandhalle anzumieten. Der Leonhard-Gläser-Saal jedenfalls platzte am Sonntag nahezu aus allen Nähten.
"Schools in Concert" hieß das musikalische Großereignis, zu dem die Fritz-Busch-Musikschule am Sonntag eingeladen hatte. Fast 300 Schüler der Streicherklassen 5 und 6, des Jugendsinfonieorchesters und der Orchester der Siegener Gymnasien kamen zusammen, um Märsche, Offenbachs "Can Can", Händels "Gavotte" und James Horners "Titanic"-Soundtrack erklingen zu lassen. Und noch einiges mehr. Das Riesenorchester füllte schon einen beträchtlichen Teil der Örtlichkeit, hinzu kam ein großes Interesse beim Anhang der jungen Musiker.
"Wir haben die Idee 2004 nach dem großen Musical zu unserem 50. Geburtstag gehabt", bekannte sich Musikschulleiterin Angelika Braukmann "schuldig" für das ungewöhnliche Experiment. Dann überließ sie die Bühne den beiden Dirigenten. Siegfried Fiedler war für die vereinigten Schulorchester und das Jugendsinfonieorchester zuständig, Christian Löbbecke leitete die Streicherklassen. "Die Vorbereitung ist einige Monate gelaufen, allerdings hat jeder für sich geprobt", sagte Löbbecke. Erst seit Freitag seien die Musiker dann erstmals zum gemeinsamen Üben zusammengekommen. "Jetzt sind wir alle gespannt und spielen wegen des großen Aufwandes auch ohne Pause durch", ergänzte Angelika Braukmann.
Den Zuhörern dürfte die Zeit nicht zu lang geworden sein, auch wenn einige stehen mussten beziehungsweise manche Eltern ihre Kinder auf dem Schoß hatten. Die musikalischen Darbietungen waren überwiegend überzeugend, das Experiment hatte sich gelohnt.

Westfälische Rundschau 13.06.2005:

Bei "Schools in Concert" waren auch die Kleinen auf der Bühne ganz groß
 

 

Die Jungen und Mädchen der Streicherklassen, alle im 6. Schuljahr, zeigten, wie viel sie in ein bis zwei Jahren Musikunterricht gelernt haben. (WR-Bild: loh)
 

Siegen. (Loh) Solch ein fröhliches Gewühl hat es im Gläser-Saal lange nicht mehr gegeben. 250 junge Instrumentalisten saßen und standen auf und vor dem Podium; und die vielen Hundert, die zuhören wollten, saßen, standen und hockten, wo gerade noch ein freies Plätzchen war.
"Schools in Concert" hieß diese musikalische Großveranstaltung, bei der Orchester und Streicherklassen der Fritz-Busch-Musikschule, des Gymnasiums Am Löhrtor, des evangelischen Gymnasiums und des Fürst-Johann-Moritz-Gymnasiums zusammengekommen waren. Siegfried Fiedler dirigierte das Orchester der Fortgeschrittenen, und Christian Löbbecke gab seine Impulse an die gewaltige Phalanx der Jüngsten weiter.
Publikum ging begeistert mit
Damit sind die Schüler der Streicherklassen gemeint, die seit ein oder zwei Jahren in ihrem regulären Musikunterricht unter Anleitung von Musikschuldozenten ein Streichinstrument erlernen. Die durften in einem eigenen Programmpunkt zeigen, was man schon in einem einzigen Schuljahr lernen und wie viel weiter man es nach zwei Jahren bringen kann.
Auch das Fortgeschrittenen-Orchester hatte einen eigenen Programmteil, in dem es mit beachtlichem Sound Titel aus Händels Wassermusik produzierte. Aber in der Hauptsache war es ein Gemeinschaftskonzert, bei dem das Orchester auf der Bühne den orchestralen Schwung machte: "Love Theme from Titanic", Offenbachs "Can Can"-Reißer und "Land of Hope and Glory" als Mittelteil zu Elgars "Pomp and Circumstance". Und die Debütanten auf dem Parkett durften einfallen, wenn der Schwung von oben so stark wurde, dass sie darin mitschwingen konnten.
Es war ein Volksfest und wurde erst recht eins, als Fiedler die Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel, Geschwister und Freunde zum Mitmachen einlud: zum Klatschen, Singen und Applaudieren, damit es einen Grund zum Wiederholen gab. Für die Neulinge ein wunderbarer Einstieg ins öffentliche Musikleben und für die Zuhörer Anlass zu künstlerischem und pädagogischem Optimismus.
 

 

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