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Gymnasium Am Löhrtor besucht jüdische Synagoge |
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Interessant und lehrreich fanden viele Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Am Löhrtor ihren Besuch der Kölner Synagoge. Wie im Schulprogramm vorgesehen ging es auch in diesem Jahr wieder mit den Religionskursen der Jahrgangsstufe 11 in die rheinische Metropole. Zwar spielte diesmal zum Leidwesen aller das Wetter nicht mit, dafür traf man aber auf einen sehr engagierten Mitarbeiter der Synagogengemeinde. Lebhaft erzählte Israel Meller aus der Geschichte „der ältesten jüdischen Gemeinde nördlich der Alpen“. Beeindruckend fand eine Schülerin die Berichte und Informationen über die Synagoge, wobei ihr „die Leuchter und die bunten Fenster, in denen man die Taube mit dem grünen Zweig aus der Arche Noah erkennen konnte“, besonders in Erinnerung blieb. Jüdische Sitten und Rituale, aber auch dass das Judentum eine heute sehr lebendige und offene Religion mitten in Deutschland darstellt, wurde den Jugendlichen bewusst. Im Judentum gibt es im Unterschied zum Christentum keine kirchliche Hierarchie und auch keine Trennung in verschiedene Konfessionen. So wusste Israel Meller, dass es auch in der Kölner Gemeinde unterschiedliche Richtungen gibt, von streng-orthodox bis liberal. Alle aber gehörten zu einer Gemeinde und bildeten keine separaten Gruppen, wie er betonte. Entscheidend sei, wie der einzelne Jude dies mit sich und Gott vereinbaren könne. In seiner lebhaften, für manche gewöhnungsbedürftigen kölschen Art brachte er den Siegerländern jüdisches Denken und Leben nahe, nicht ohne auf die lange Geschichte hinzuweisen, die das Judentum hat. Kurz konnte man sich auch noch im Museum umsehen – manch einer hätte sich da noch mehr Muse gewünscht, um die ausgestellten Exponate zu betrachten. Darunter befand sich auch eine Thorarolle, zu der man Wichtiges erfuhr. Eine Thorarolle muss ausgemustert werden, wenn nur ein Buchstabe nicht mehr von zwei Männern gelesen werden kann. Sie wird dann entweder beerdigt oder in einem Museum ausgestellt. Meller erläuterte, dass dies ein Zeichen der Ehrfurcht vor dem Namen Gottes sei. Hiervon können auch Christen lernen. Gemeinsam mit ihren Lehrern hatten sich die Religionskurse des Gymnasiums Am Löhrtor in den vergangenen Wochen mit dem Judentum beschäftigt und nun eine sehr persönliche Erfahrung mit der Religion gemacht, auf der die christliche Religion basiert. So fuhr man nicht ganz unbedarft ins Rheinland. Bedauert wurde nur, dass entgegen den Absprachen mit den Museen der Stadt Köln die Mikwe, das jüdische Reinigungsbad am historischen Rathaus, nicht zugänglich war. Auf Grund des Karnevals hatte man das Tauchbad aus dem Mittelalter mit Holzpaneelen verschlossen, um Beschädigungen zu verhindern. Selbst den Verantwortlichen im Rathaus war noch nicht aufgefallen, dass der Besuch dadurch zwei Wochen unmöglich war. Kaum tröstlich war, dass dies auch einer Stadtführerin, die dort auf ihre Gruppe wartete, noch unbekannt war. Sicher wird deshalb der eine oder andere bei einem nächsten Kölnbesuch den Besuch in der Mikwe nachholen. So mag ein Fazit eines Schülers für alle stehen: "Es war sehr beeindruckend und ich fand es überwältigend."
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| Letzte Aktualisierung: 15.06.07 | www.gal.de | Copyright © 2007 Gymnasium Am Löhrtor |