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Brief einer Austauschschülerin aus den USA |
Mein Austausch hat mich in einen Vorort von Washington DC
geführt. Ich besuche die West Springfield High School. Hier sind
ca. 2400 Schülerinnen und Schüler. Die erste Zeit war sehr
verwirrend, bis ich mich hier orientieren konnte. Sprachlich
hatte ich überhaupt keine Probleme, Andere Schülerinnen und
Schüler z.B. aus der Schweiz, Spanien und Dänemark hatten da
schon mehr Probleme. Dem Unterricht kann ich gut folgen, aber es
gibt ständig, eigentlich täglich, irgendwelche Tests auf die ich
vorbereitet sein muss. Da ich erst nachmittags nach Hause komme
(Mittagessen gibt es in der Schule) muss ich oft noch bis spät
nachts lernen. Beeindruckend sind die vielfältigen Möglichkeiten die Schule neben dem Unterricht bietet. Es gibt hier eine riesige Bibliothek mit jeder Menge Internet PC, jede Art von Sporthallen, alle riesig. Neben den üblichen und uns bekannten Sportarten gibt es hier ein Lauftraining im Gelände, Tennis, Schwimmen und natürlich alle typisch amerikanischen Sportarten, wie Football, Softball und Baseball. Dem Sport kommt überhaupt eine sehr große Bedeutung zu und die Begeisterung ist groß. Neben div. Musikorchestern, Band, Marching Band, Jazzband hat es mich ins Symphonie Orchestern und Symponic Band verschlagen. Im April zu einem Orchester- und Bandwettbewerb nach New York gefahren um dort im zu spielen. Überhaupt Wettbewerbe gibt es hier ständig in allen möglichen Disziplinen. Grosses Glück hatte ich mit meiner Gastfamilie. Ich fühle mich sehr wohl, habe mein eigenes Zimmer mit Bad und mache einmal die Erfahrung, wie das Leben mit zwei Brüdern sein kann. Die Familie ist sehr reiselustig, so dass ich neben Washington DC, Virginia Beach, Florida und die Niagara Falls sehen und erleben konnte. Eine besondere Erfahrung war es auch als mein Gastvater, er ist US Army Officer, seine Einberufung in den Irak bekam. Ich erlebe nun, wie die Familien damit umgehen und ab und zu kommt ein Anruf aus Baghdad. Die Familie geht dann nach Schuljahresende nach Deutschland, wo mein Gastvater Kommandeur wird. Sie freuen sich schon riesig auf Germany und versuchen Deutsch zu lernen, was sie manchmal etwas frustriert. Ich hoffe, dass sie nicht enttäuscht werden. Ich habe hier schon alle extremen Wetterarten erlebt, zunächst subtropisches Klima, große Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit, dann den Hurrikane ,,Isabel", einen traumhaften Herbst und danach Massen Schnee, aber Schlittschuh laufen mit Blick auf das Washington Monument und Capitol, das hat schon was. Inzwischen ist es schon wieder sehr warm. Es gäbe noch unendlich viel zu berichten. Ich hatte so meine Höhen und Tiefen und habe mich nur auf das Wichtigste beschränkt. Nun dass mein Austausch bald vorbei ist kann ich nur sagen, das ich um viele Erfahrungen reicher bin. Viele Grüße auch an das Lehrerkollegium und alle Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Am Löhrtor in Siegen Cynthia Six |
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| Letzte Aktualisierung: 09.02.2005 | www.gal.de | Copyright © 2004 Gymnasium Am Löhrtor | |