Wir sind dabei!

Es ist uns ein ganz wichtiges Anliegen, dass wir als Schülerinnen und Schüler, als Eltern und als Lehrerinnen und Lehrer uns gemeinsam auf einem Weg befinden, auf dem wir miteinander Verantwortung übernehmen wollen, denn wir haben ein gemeinsames Interesse an unserem Schulleben. Deshalb ist es uns auch wichtig, unseren Kreis zu erweitern, neue Impulse zu erhalten und unser Projekt weiter voranzutreiben.

Ein wichtiger Baustein zur Verbesserung der Zusammenarbeit in unserer Schule ist das Demokratie-Projekt, in dem Eltern, Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen und Lehrer gemeinsam Schule verantwortlich weiterentwickeln. Es geht auf die Teilnahme des Löhrtors als eine von sieben Schulen im Kreis Siegen-Wittgenstein an einem bundesweiten, zeitlich befristeten Projekt Demokratie lernen und leben zurück. Die Erfahrungen mit diesem Eltern-Schüler-Lehrer-Projekt waren so gut, dass es seit dem offiziellen Auslaufen an unserer Schule weitergeführt wird. Da das an Nachbarschulen, vor allem an der Realschule am Oberen Schloss, aber auch an einigen benachbarten Grundschulen, genauso ist, resultiert daraus eine recht enge Kooperation mit diesen Schulen, wenn es z.B. um gemeinsame Fortbildungsmaßnahmen geht.

Unsere konkrete Arbeit am Löhrtor bezog sich von Anfang an auf die Erprobungsstufe und auf die Schülervertretung (SV) und hat sich mittlerweile auch mit vielen anderen Aspekten des schulischen Zusammen lebens befasst. Nach wie vor ist die Erleich terung des Übergangs von der Grundschule zur weiterführenden Schule ein wichtiges Anliegen der Arbeitsgruppe. Maßnahmen zum systematischen Methoden lernen in der Erprobungsstufe wurden initiiert; das Mentorenkonzept der Schülervertretung wie überhaupt die Stärkung der SV-Arbeit, zum Beispiel durch regelmäßige SV-Seminare, wird unterstützt. Der Klassenrat als Instrument zur demokratischen Regelung von Klassenangelegenheiten kam über die Teilnahme am bundesweiten Demokratie-Projekt an unsere Schule. Andere wichtige Themen waren und sind Erziehungs- und Klassenvereinbarungen und eine bessere Feedback-Kultur. Auf Vorschlag der Arbeitsgruppe hat die Schulkonferenz im Herbst 2012 das Stufenprogramm eingeführt; eine Schulvereinbarung wird vorbereitet. Auch in vielen anderen Zusammenhängen hat sich die Eltern-Schüler-Lehrer-Gruppe in die schulinterne Diskussion eingebracht und im Sinne einer möglichst breit angelegten Entscheidungsfindung Befragungen der beteiligten Gruppen durchgeführt. Eine wichtige vorbereitende Rolle spielte die Arbeitsgruppe, im engen Kontakt mit der entsprechenden Arbeitsgruppe an der Realschule am Oberen Schloss, zudem bei der Entscheidung des Löhrtors, Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage zu sein; die Hauptverantwortung hat dann die SV übernommen.

Die Mitarbeit im Eltern-Schüler-Lehrer-Projekt steht allen Interessierten offen. Die heterogene Zusammensetzung garantiert, dass Probleme aus unterschiedlichen Perspektiven in den Blick genommen und diskutiert werden und dass es zu Lösungsvorschlägen kommt, auf die sich die verschiedenen Teilgruppen miteinander einigen können. Daher fanden Vorschläge der Gruppe bisher übrigens auch immer die Zustimmung der Schulmitwirkungsgremien.

Gelegentlich ergab sich aus der laufenden Arbeit, dass man Unterstützung durch Externe brauchte. Ein konkretes Beispiel ist die Entstehungsgeschichte des Stufenprogramms am Löhrtor: Eltern, Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer in der Arbeitsgruppe nahmen gemeinsam an einer entsprechenden Fortbildung teil, konnten auf die Erfahrungen der in diesem Zusammenhang eng mit uns kooperierenden Realschule am Oberen Schloss zurückgreifen und entwickelten ein für das Gymnasium Am Löhrtor maßgeschneidertes Konzept. Eine bereits durchgeführte Fortbildung zum Thema Mobbing ergab ebenfalls viele Anregungen, ist aber noch nicht in konkrete Maßnahmenvorschläge gemündet.