Drucken

Am 4. Mai kamen Mitglieder der Friedensgruppe Siegen zu uns in die Aula, um die Geldspenden, die unsere Schüler/innen gesammelt haben, entgegen zu nehmen. Die Einnahmen des Frühjahrskonzertes und des Journée de la Francophonie spendeten wir zur Unterstützung der Menschen in der Ukraine. Frau Dr. Havlin, Herr Dr. med. Tscherleniak und Frau Pankovska erzählten von ihrer Arbeit zur Unterstützung der Menschen in der Ukraine und von den Folgen des Angriffskriegs dort.

Die Friedensgruppe Siegen hat inzwischen 10 Lastwagen voll mit Sachspenden in die Ukraine gebracht. Die Menschen in der Ukraine brauchen dringend Medikamente, Hygieneartikel, Babynahrung, Festnahrung und Tierfutter. Frau Havlin berichtete, dass sie bereits 2015, als der Krieg in Ostukraine begann, medizinisches Gerät für Verwundete in die Ukraine gebracht haben. Als Putin-Russland am 24. Februar den Angriffskrieg auf die gesamte Ukraine begann, hat die Friedensgruppe Siegen sofort mit der Hilfe begonnen.

Frau Havlin erklärte, dass inzwischen 6,5 Millionen Menschen innerhalb der Ukraine geflüchtet sind und ihr Obdach verloren haben. Etwa 4 Millionen Menschen sind aus der Ukraine vor den Bombenangriffen geflüchtet, vor allem Frauen und Kinder. Dr. Tscherleniak erklärte, dass Babynahrung deshalb für die Mütter in der Ukraine so wichtig ist, weil stillende Mütter durch den Krieg so gestresst sind, dass der Milchfluss aussetzt und ihre Kinder verhungern.

Unsere Schüler/innen ab der Klasse 9 konnten dann Fragen stellen, die die Vertreter/innen der Friedensgruppe Siegen nach bestem Wissen beantworteten. So handelte eine Frage davon, wie lange die Friedensgruppe noch weiter arbeiten wolle. Frau Havlin sagte, sie und die anderen wollen so lange helfen, wie es nötig ist und sie Sachspenden von der Siegener Bevölkerung bekommen. Niemand weiß, wie lange das nötig sein wird. Eine Frage handelte von der Zustimmung der russischen Bevölkerung zu diesem Angriff. Frau Havlin erklärte, dass Putin-Russland ein diktatorischer Staat ist, in dem Kritik am Führer und seinem Krieg mit Gefängnis bestraft wird. Deshalb sind die Zahlen von 80 % Zustimmung zum Angriff auf die Ukraine mit Vorsicht zu behandeln.