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Das Training wird seit Ende November 2017 in einem zehnstündigen Kurs für die Klassen 5-7 angeboten. Die Schüler/innen werden darin bestärkt, Bedürfnisse, Ängste und Wünsche aus- und anzusprechen. Auch Empathiefähigkeit und soziale Kompetenzen werden trainiert. Es wird vermittelt, welche Konflikte auf Kinder und Jugendliche in Schule und Alltag zukommen können. Das Ziel ist es, Lösungsmöglichkeiten für Konfliktsituationen aufzuzeigen und das Bewusstsein für Gefahren – und / oder Gefähr­dungssituationen zu wecken oder zu stärken.

Die Kinder und Jugendlichen lernen sich zu behaupten und auch, sich vor sexuellen Über­griffen und Missbrauch zu schützen. Für den Notfall werden zudem alltagstaugliche Selbstver­teidigungs­techniken besprochen und geübt.

In den bisherigen ersten beiden Trainingsstunden haben wir gemeinsam erarbeitet, wie sich ein Jugendlicher verbal gegen Erwachsene wehren kann und wie das Folgeverhalten aussehen soll. Zudem haben wir erarbeitet, mit welchen Sätzen man Aufmerksamkeit bei anderen Erwachsenen erregt (z. B. „Lassen Sie mich in Ruhe! Sie sind nicht mein Vater!“) und wohin ein Jugendlicher sich in Not wenden kann (z. B. Geschäfte).

Auch die ersten Grundlagen zur tatsächlichen Selbstverteidigung wurden gelegt, indem die Teilnehmer/innen lernten, sich gegen das Festhalten und Umklammern von Gleichaltrigen zur Wehr zu setzen. Wir legten großen Wert darauf, dass es nur darum geht, den gegenwärtigen Angriff abzuwehren, um eine mögliche weitere Eskalation zu vermeiden.

Im weiteren Verlauf werden noch weitere Abwehrtechniken für unterschiedliche körperliche Angriffe gelernt und der Umgang mit verschiedensten Konfliktsituationen wird trainiert. Ein selbstsicheres Auftreten sowohl durch die Körperhaltung wie auch durch die Sprachauswahl werden geübt, genauso wird z. B. der Umgang mit „Bauchwehgeheimnissen“ besprochen.

Die Kinder sind alle mit viel Spaß bei der Sache und nehmen gerne neue Inhalte an. Die Vorfreude auf die folgenden Stunden ist stets vorhanden. Die Teilnehmer/innen freuen sich auch darauf, das erworbene Wissen und Können beim Abschlusstraining möglichst vielen Eltern zu präsentieren.