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Unsere Ski-Klassenfahrt nach Österreich. Ein Bericht von Sophie Bedoian, Klasse 9e

Unsere Klassenfahrt startete am Abend des 1. Februar 2013. Nachdem wir an diesem Tag schulfrei gehabt hatten, trafen wir uns am Hallenbad gegenüber der Schule. Dort warteten wir gut gelaunt und voller Vorfreude auf den Bus. Als dieser um ungefähr 9 Uhr ankam, luden wir unser Gepäck ein und verabschiedeten uns von unseren Eltern. Da die Busfahrt mindestens zehn Stunden dauern würde, versuchten wir es uns gemütlich zu machen, was aber nicht sehr gut gelang, sodass wir insgesamt nur wenig Schlaf bekamen.

Um ungefähr 07:30 Uhr am nächsten Morgen kamen wir an unserem Ziel, dem Hotel ‚Hohe Tauern’ im Skiort Matrein, an. Wir mussten letztlich jedoch bis 14 Uhr auf unsere Zimmer warten, da diese zunächst noch gereinigt werden mussten. Die Zeit bis dahin konnten wir allerdings nutzen, um im nahe gelegenen Ski-Depot das nötige Ski-Equipment auszuleihen. Zurück im Hotel bekamen wir, während wir weiter auf unsere Zimmer warteten, noch ein Frühstück und später sogar ein Mittagessen, welches allerdings etwas mager ausfiel. Wir klärten zudem noch einige organisatorische Fragen, erhielten unsere Skipässe und wurden dann endlich nach unseren Wünschen auf die Zimmer verteilt. In den nächsten Tagen würden wir uns selber organisieren müssen und dafür sorgen, dass wir den Müll trennen und immer pünktlich zur Abfahrt oder zum Essen da sind. Den Rest des Tages verbrachten wir mit Auspacken und Ausruhen.

Am zweiten Tag standen wir um ungefähr 07:30 Uhr auf, damit wir um 8 Uhr frühstücken konnten. Danach machten wir uns für das Skifahren fertig, mussten uns jedoch dabei beeilen, denn bereits um 08:50 Uhr kam der Skibus, mit dem wir alle zur Gondelstation und dem direkt gegenüber liegenden Ski-Depot fahren sollten. Nachdem sich alle ihre Ski-Sachen besorgt hatten, trafen sie sich in ihren Gruppen, um dann gemeinsam auf den Berg zu fahren. Leider waren immer wieder einige Mitschüler krank, sodass sie im Hotel bleiben mussten.

Auf dem Berg angekommen, trafen sich die Schüler zunächst in den vorher je nach Kenntnisstand eingeteilten Gruppen. Dabei gab es Anfänger- und Fortgeschrittenengruppen sowohl für Ski-, als auch für Snowboardfahrer. Um uns einzufahren und warm zu werden, machten wir Übungen und fuhren erst einmal in einer Reihe, was wir nicht so toll fanden. Später am Vormittag trafen sich die Gruppen dann zum Mittagessen auf der Hütte. Das Essen war die ganze Zeit über eigentlich lecker, doch durfte man leider keine mitgebrachten Getränke zu sich nehmen und die Preise dort waren recht hoch. Nach dem Essen fuhren alle Gruppen wieder für sich und machten um ungefähr 15 Uhr Schluss. Wir Fortgeschrittenen durften aber noch – wenn wir wollten – die Talabfahrt machen, wofür sich aber die wenigsten entschieden.

In den nächsten Tagen war der Tagesablauf fast immer ähnlich. Das Ski- und Snowboardfahren hat den meisten sehr viel Spaß gemacht. Manche Gruppen fuhren auch mehrmals in ein benachbartes Skigebiet. Auch wenn die Fortgeschrittenen alle selbstständig fahren konnten und wollten, haben wir viele Übungen gemacht, die im Nachhinein betrachtet sehr nützlich waren. Bei den Anfängergruppen war das Tempo je nach Gruppe sehr unterschiedlich. Es gab Gruppen, die schneller lernten und sozusagen ins kalte Wasser geworfen wurden, und Gruppen die langsamer lernten.

Nach dem Skifahren gingen wir manchmal noch in den nahe gelegenen Supermärkten Getränke, Süßes und anderes für uns selbst und für unser Zimmer einkaufen. Abends traf man sich in bestimmten Zimmern, um dort mit den Mitschülern Zeit zu verbringen. Zwei Abende stachen jedoch heraus. Das waren die, an denen wir in der „Disko“ waren. Die Disko gehörte zu unserem Hotel und an einem Abend, es war der Dienstag, als eines der Mädchen Geburtstag hatte, hat ein anonymer Spender die Disko für uns gemietet und uns jeweils zwei Getränke ausgegeben. Wir haben getanzt und den Geburtstag des Mädchens gefeiert. An einem anderen Abend, dem Donnerstag, waren wir noch einmal in der Disko, diesmal von zwei Mitschülerinnen organisiert, um den Geburtstag zweier anderer zu feiern.

Leider waren häufiger Schüler krank und mussten im Hotel bleiben. Es verletzten sich auch einige Anfänger, zwei bekamen auch einen Gips. Trotzdem war die Stimmung gut, auch wenn es manchmal zu kleinen Streitereien kam. Insgesamt verstanden wir uns aber alle sehr gut.

Am letzten Tag hatten wir gemischte Gefühle: Einerseits freuten wir uns auf Zuhause, auf unsere Familien und auch auf das leckere Essen, das wir manchmal vermisst hatten. Andererseits wollten wir weiterhin dort bleiben, weil es uns sehr viel Spaß gemacht hat, Ski zu fahren und mit unseren Freunden zusammen zu sein. Am Tag der Abfahrt, das war am Samstag, den 9. Februar, mussten wir bereits um 7 Uhr aus den Zimmern raus sein, da die Abfahrt des Busses schon für etwa 9 Uhr erwartet wurde. Dieser kam jedoch stau- und wetterbedingt erst um 12 Uhr, sodass wir erst gegen 13 Uhr losfahren konnten. Glücklicherweise stellte sich dieser Bus aber als komfortabler und gemütlicher als der von der Hinfahrt heraus, sodass die lange Reise recht erträglich war. Gegen 23 Uhr kamen wir dann an unserem Ziel an, wo auch schon die meisten Eltern warteten. Schnell holten wir unser Gepäck und fuhren direkt nach Hause.

Auch wenn wir uns freuten, zu hause zu sein, weiß ich, dass die meisten die Klassenfahrt sofort vermisst haben und immer noch sehr vermissen.