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Die Fahrt unserer Stufe (Ein­führungsphase) ins Konzentra­tionslager Buchenwald und nach Erfurt begann am Donnerstag, dem 11. Juli 2013 um halb acht am Schulhof.

Begleitende Lehrer waren unsere Stufenleiterin Frau Bald sowie Frau Plessing-Mau, Herr Fricke, Herr Kettenring und Herr Schmidt.

Wir fuhren los, Richtung Buchenwald. Nach lustigen, aber dennoch langen 4 Stunden kamen wir dort endlich an.

Die Besichtigung des Konzentrationslagers begann mit einem kurzen Informationsfilm, der Originalbilder und drei der ehemaligen Insassen zeigte, womit die Tour gleich sehr emotional und beeindruckend losging.

Danach bekamen wir in kleinen Gruppen jeweils eine Führung, bei der unsere Guides uns die wichtigsten Teile des KZ’s zeigten und erklärten.

Wir besichtigten viel, doch das Krematorium des Lagers war das schlimmste und beeindruckendste Gebäude. Dort ist noch fast alles genau so vorhanden, wie es zu Zeiten des Lagers war.

Der Raum mit den Öfen, in denen die Toten verbrannt wurden, ist noch vollständig erhalten. Die Vorstellung, was hier geschehen ist, war so schlimm, dass einige Mitschüler in Tränen ausbrachen. Auch den Leichenkeller konnte man besichtigen, man sah sogar die Haken an der Decke noch, an denen manche Häftlinge erhängt wurden.

Weiteres möchte ich jetzt hier aus Respekt nicht beschreiben.

Man kann sich jetzt aber vorstellen, wie die Stimmung bei uns nach der Besichtigung und noch knapp zwei Stunden Alleingang war.

Aber das änderte sich am Abend schlagartig wieder, als wir erfuhren, dass wir in Erfurt, wo unsere Jugendherberge war, noch bis 10 Uhr in die Stadt gehen durften.

Es folgte darauf eine sehr lustige und teilweise lange, aber insbesondere für die Lehrer anstrengende Nacht.

Frisch erholt mussten wir uns dann alle morgens zwischen sieben und acht zum Frühstück treffen, die Zimmer um acht gefegt und ordentlich verlassen haben, um nach Erfurt in die Stadt zur Besichtigung zu laufen.

Erfurt ist eine sehr schöne alte Stadt, mit vielen Fachwerkhäusern, kleinen Straßen, einer schönen Geschichte und zwei sehr großen Kirchen.

Kurz nach dem Mittag fuhren wir wieder los in Richtung Heimat.

Wir sind uns jedoch fast alle einig, dass wir ruhig noch ein paar Tage länger in Erfurt hätten bleiben können, denn solche Fahrten machen uns als Schüler ja immer Spaß!