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Am 2. Juli 2014 fand unser sommerliches Or­chesterkonzert in Zusammen­arbeit mit der Fritz-Busch-Musik­schule statt. Vor einer sehr gut besuchten Aula präsentierten sich Mini-Strings, Streicherklas­sen, Orchester und Chöre ge­meinsam in einem Konzert.

Den Beginn des Abends gestalteten die Mini-Strings der Musikschule. Die Kinder zwischen 5 und 10 Jahren präsentierten unter der Leitung von Frau Kiess das große Tor von Kiew aus den Bildern einer Ausstellung von Modest Mus­sorgski. Bereits diesen jüngsten Instrumen­talisten gelang es, ein solch berühmtes Stück erkennbar zu musizieren. Außerdem spielten sie ein Stück aus der Rhapsodie España von Emmanuel Chabrier, das 1975 einem breiterem Publikum durch die Adaption von Cindy & Bert unter dem Titel Wenn die Rosen erblühen in Malaga bekannt geworden ist. Im Anschluss spielte unsere Streicherklasse 5 unter der Leitung von Frau Kiess, Herrn Goitia und Frau Krippendorf das französische Kinderlied Bruder Jakob, einen englischen Tanz und das fetzige We will rock you von Queen. Die Streicherklasse 6 beendete den ersten Teil des Konzertes. Sie spielten zuerst die Star Seeker Variations aus dem Sheila Nelson Ensemble Book und dann gemeinsam mit unserem Unterstufenchor das Stück Schokolandenland des zeitgenössischen estnischen Komponisten René Eespere.

Nach der Pause kamen die verschiedenen Orchester der Musikschule unter der Leitung von Frau Braumann auf die Bühne: in der Reihenfolge des aufsteigenden Alters und dabei auch hörbaren Fortschritts in der Beherrschung der Instrumente. Das Unterstufenorchester für Kinder zwischen 8 und 13 Jahren spielte die Toccatina des amerikanischen Komponisten William Hofeldt und war stolz darauf, auch etwas aus dem Sommer der Vier Jahreszeiten von Antonio Vivaldi präsentieren zu können. Dieses Stück, das sehr anspruchsvoll für Streicher dieser Altersklasse ist, war von den Kindern mit großem Eifer geübt worden. Das Mittelstufenorchester (10 bis 17 Jahre) wagte sich schon an ein sehr forderndes Stück: Die Orchestersuite Nr. 3 D-Dur von Johann Sebastian Bach. Sie hatten vier Sätze einstudiert, darunter das äußerst populäre Air.

Der nun folgende Teil des Konzertes gehörte unserer Chorarbeit. Als erstes präsentierte ein Quartett aus dem vokalpraktischen Kurs der Oberstufe ein selbst komponiertes und getextetes Stück: Tomorrowland. In Singer-Songwriter-Manier spielte Eileen Dittberner akustische Gitarre und sang dazu gemeinsam mit den drei anderen Sängerinnen. Der gesamte vokalpraktische Kurs machte sich die Anwesenheit des Jugendsinfonieorchesters der Musikschule zunutze. Das schon zu anderen Anlässen aufgeführte Fields of Gold von Sting erklang hier zum ersten Mal in Orchesterbegleitung. So konnte die melancholische Stimmung dieses Klassikers der Popmusik besonders gut zur Geltung kommen. Ein weiteres Ensemble trug den aktuellen Titel Sweater Weather von The Neighbourhood vor. Auch diese Stimmen wurden vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen. In Klavierbegleitung folgte schließlich Killing me softly von Roberta Flack aus dem Jahr 1973, das dem Publikum eine wohlige Gänsehaut über den Rücken jagte.

Krönender Abschluss dieses Konzerts war der eigene Auftritt des Jugendsinfonieorchesters der Musikschule. Die Nachwuchstalente zwischen 17 und 25 Jahren spielten Conga del Fuego Nuevo des mexikanischen Komponisten Arturo Márquez. Dieses rhythmisch komplexe und stimmungsreiche Stück wurde trotz einer Probenzeit von nur vier Wochen brillant vorgetragen.