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Am ersten Schultag nach den Weihnachtsferien hat der Sozial­wissenschafts-Grundkurs von Frau Schween-Ante eine Exkur­sion nach Bonn gemacht. Dort haben wir den Hauptsitz des Bundesverteidigungsministeriums und im An­schluss das Haus der Geschichte besucht. Das Besucherzentrum des Verteidigungsministeriums beeindruckte die Schüler/innen auch mit einem gigantischen Fernseher, der in dem Schu­lungsraum stand. Auf unseren Wunsch wurde uns der Ablauf eines militärischen Einsatzes erklärt. Der Bogen wurde geschlagen beginnend vom 11. September 2001 zur Operation "Enduring Freedom" der US-Armee und schließlich zur ISAF-Mission in Afghanistan, an der auch die Bundeswehr beteiligt war.

Dabei wurde deutlich, wie sich die anfänglichen optimistischen Motive für die militärischen Einsätze im Verlauf der Jahre deutlich veränderten, welche Schwierigkeiten und Katastrophen sich im Verlauf der zunächst humanitären, dann klar kämpferischen Handlungen einstellten. Auslandseinsätze müssen aufgrund des Parlamentsbeteiligungsgesetzes stets vom Bundestag genehmigt werden. Es sind die Politiker im Bundestag, welche die Rahmenbedingungen für die Einsätze (Zahl der Soldaten im Einsatz, Dauer des Einsatzes usw.) schließlich beschließen. In einer Diskussionsrunde ging es dann um die mögliche Funktion und den Nutzen von gemeinsamen europäischen Streitkräften, den so genannten Eurokorps. Zweiter Punkt im Besuchsprogramm war nach dem Mittagessen das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. In zwei Gruppen haben wir Führungen durch das Museum gemacht, in dem etwa 7000 von insgesamt 700 000 gelagerten Stücken für die Besucher ausgestellt sind. Wir wurden beginnend bei der symbolischen Stunde-Null (8. Mai 1945) bis zum heutigen Tag chronologisch durch die Entwicklungsgeschichte Deutschlands geführt und haben dabei Exponate aus den Bereichen Wirtschaft, Kultur und Politik gesehen.