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Am 21. November wurde der Film über den Abiturjahrgang 1914 unserer Schule übergeben. In der Aula kamen Schüler/innen der Oberstufe und der Klassen 8 und 9 zusammen, um den Film zu sehen. Anschließend sprachen sie mit Dieter Pfau und Christian Albrecht, die den Film verantwortlich produziert haben.

In beeindruckender Weise wird ein Teil unserer Schulgeschichte dokumentiert: Nach dem Abitur 1914 feiern die 18 Abiturienten des Jahrgangs ausgiebig ihr Abitur, bevor sie sich zum Dienst melden, eingezogen werden und zur Front transportiert werden. Die euphorische Aufbruchstimmung wird schnell getrübt, zu brutal und aussichtslos ist der Alltag des Krieges. Die Abiturienten beginnen einen Feldkurier zu verfassen, den sie sich über den Knotenpunkt Siegen zu den verschiedenen Frontabschnitten, an denen sie stationiert sind, zusenden. Darin notieren sie in Form von Tagebucheinträgen, was sie an der Front erleben. Von den ehemaligen 18 Schülern starben sechs, zudem kamen zwei Lehrer des Gymnasiums im Stellungskrieg ums Leben.

Für unsere heutigen Schüler/innen bot und bietet der Film eine authentische Auseinandersetzung mit der eigenen Schulgeschichte und zugleich mit den vielen Fragen, die uns der Ausbruch des 1. Weltkrieges auch heute noch stellt. So hoben die Schüler/innen in der abschließenden Diskussion hervor, dass der Film auf sehr persönliche Weise beschreibt, was die ehemaligen Schüler unseres Gymnasiums erlebt haben, und in hohem Maße angesichts aktueller Krisen dafür sensibilisiert, Fehler zu vermeiden.

Wir danken Christian Albrecht, Dieter Pfau, der Geschichtswerkstatt e. V. und unserem Kooperationspartner, dem Stadtarchiv, für den eindrucksvollen Film, der uns nun auch als Unterrichtsmaterial zur Verfügung steht und auf unserer Homepage veröffentlicht wird.