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Im Rahmen der Kooperation zwischen dem Stadtarchiv und unserem Gymnasium beteiligten sich in der „Nacht der Biblio­theken“ am 10. März einige unse­rer Schüler an einem Vortrags­abend im KrönchenCenter. Dabei wurden Siegerländer Gedichte oder mündliche Überlieferungen von den Schülern vorgetragen und von dem Historiker Christian Brachthäuser auf ihren historischen Gehalt hin untersucht.

Aaron rezitierte eine alte Inschrift am Siegener Hospital aus dem 18. Jh., Herr Brachthäuser führte dazu Wissenswertes über die Siegener Hospitäler aus, deren erstes übrigens etwa in Höhe des heutigen Karstadtgebäudes in die Stadtbefestigung integriert war. Jule trug die etwa 500 Jahre alte Geschichte eines Siegener Grafen, eines Marienborner Köhlers und dessen hübscher Tochter vor, die Herrn Brachthäuser zu der Richtigstellung veranlasste, dass die Bauernaufstände des 16. Jhs. im Siegerland nicht auf fruchtbaren Boden fielen. Niklas verlas das Vermächtnis eines Winchenbacher Faulenzers, das den Historiker zu Ausführungen über die Abgabenlasten eines Hofes gegenüber dem Siegener Adel veranlasste. Robin rezitierte ein Gedicht zu den Geistern im „Olbersthurme“, der ein beeindruckender Wehrturm der Siegener Stadtmauer gewesen sein muss. Das „Wunder auf dem Lindenberge“ verlas nochmals Aaron, dabei handelte es sich um eine Windmühle auf dem Lindenberg, die noch im 19. Jh. ein Wahrzeichen Siegens darstellte. Und abschließend lasen Robin, Jule und Niklas im Wechsel die Geschichte von der Propehezeiung einer alten Waldfrau an Wilhelm von Oranien vor, die dieser während seiner Heerschau auf der Ginsberger Heide erhielt, im Rahmen seines Aufenthalt am Oberen Schloss in Siegen.