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Am 14. Februar nahmen wir – fünf Schüler aus der 9. Klasse und Frau Volkmann – an der Schülerakademie in den Klima­Welten Hilchenbach teil. Einen Tag lang beschäftigten wir uns mit den Themen, wo unser Essen herkommt, wie es verarbeitet wird und wie es sich auf das Klima auswirkt. Wir hörten einen Vortrag und nahmen an einem von vier Workshops teil.

Nach dem Eintreffen in den KlimaWelten gegen 9:30 Uhr und der Begrüßung um 10:00 Uhr kam der Vortrag von Martin Fliegener. Er zeigte die neuesten Bilder der Erdoberfläche mithilfe einer Software namens Geoscopia, mit der man auf Live-Satellitenbilder zugreifen kann. Er erklärte uns, was das Klima beeinflussen kann, wie zum Beispiel Vulkanausbrüche. Unter anderem zeigte er uns auch, wie der Tschadsee durch Verwüstung über mehrere Jahrzehnte verlandete, wodurch es dann weniger Wasser für die Einheimischen dort gibt. Mit Geoscopia konnte Herr Fliegener uns auch andere Orte auf der Erde zeigen, wie zum Beispiel eine Plantage im Süd-Osten Spaniens. Dort wird eine Folie benutzt, um Wasserverschwendung durch Verdunstung zu mindern. Es wurde uns erklärt, dass die Plastikfolien über die Felder gebreitet werden, wodurch das evaporierte Wasser in diesen bleibt und so gespart wird.

Nach diesem Vortrag fingen um 11:15 Uhr die Workshops an. Erst wurden wir durch farbige Punkte in vier Gruppen aufgeteilt (wie z. B. die Grüne Gruppe oder die Blaue Gruppe etc.) und dann ging es los. Die Überschrift des ersten Workshops nannte sich „Augen auf beim Obstverkauf! – Sei schlau und schau genau!“ Hier ging es darum, beim Kaufen darauf zu achten, wo Lebensmittel herkommen und wie viel CO2 bei deren Transport verbraucht wird. Zu Beginn spielten wir ein Spiel, bei dem wir uns in kleinere Gruppen aufteilten und dann die Herkunft und den Transport verschiedener Obstsorten beschrieben. Dazu erhielten wir Karteikarten, auf denen Informationen zur jeweiligen Frucht standen, und eine Tabelle. Danach wurden die Informationen zusammengetragen. Am Ende dieses Workshops wurde uns gezeigt, wie hoch die CO2-Emission beim Transport von Obst, Gemüse und sonstigem ist. Dafür legte man ein Stück Plastikobst auf eine Waagschale. Auf der anderen Waagschale wurden Plättchen mit verschiedenen Gewichtsanzeigen abgelegt, die verdeutlichen sollten, wie viel CO2 bei einer gewissen Menge an Obst ausgestoßen wird.

Im zweiten Workshop ging es um Fairtrade. Uns wurde eine Präsentation gezeigt, bei der wir Aktivitäten kennenlernten sowie klärten, was für uns „fair" ist. Wir besprachen, dass Fairtrade seine Arbeiter gut bezahlt und sie auch besser behandelt als andere. Wir lernten, dass Fairtrade-Produkte meist teurer sind, es sich aber lohnt, die Schokolade oder Banane, die ein oder zwei Euro mehr kostet, zu kaufen, da es für einen guten Zweck ist. Außerdem wurde uns auch erklärt, wie wir uns mit unserer Schule daran beteiligen können und Fairtrade-Produkte in unserer Schule verkaufen können. Alles in allem fanden wir es sehr interessant, darüber zu lernen.

Die Frage und somit auch der Titel des dritten Workshops war: „Is(s)t das gut oder kann das weg?“ Hier schauten wir einen Film über das Essen, das von Haushalten verschwendet wird, und was damit geschieht. Danach durften wir Bilder in eine Reihenfolge bringen, die den Weg z.B. des Mais vom Feld bis zum Wegschmeißen durch den Konsumenten zeigten. Dann kam der spaßigste Teil dieser Station, und zwar das Anordnen von Magneten mit den Bildern bestimmter Lebensmittel auf einer Fläche, die wie ein Kühlschrank aussah. Es gab auch einen Mülleimer. Wir sollten das "Essen", worauf auch das Haltbarkeitsdatum und Weiteres stand, an seinen richtigen Platz bringen, wobei wir viel über die Lebensmittel lernten, zum Beispiel, dass, wenn eine Dose verbeult ist, Sauerstoff an das Essen gekommen es nicht mehr essbar ist.

Der vierte und letzte Workshop: „Zu gut für die Tonne – let’s make smoothies!“ In dieser Station wurde uns gezeigt, dass auch Früchte, die vielleicht schon ungenießbar aussehen, es aber nicht unbedingt sind, noch verwendbar sein können, indem man Smoothies aus ihnen macht. Uns wurden Früchte auf den Tisch gelegt und wir sollten auf dem Tisch sortieren, ob man eine Frucht wegschmeißen konnte oder ob sie noch genießbar war. Rechts war der "Mülleimer“, wo man die Früchte, die nicht mehr genießbar waren, wegschmiss. In die Mitte sollten wir die Früchte hinstellen, die man noch essen konnte, und ganz links die genießbarsten Früchte. Es stellte sich heraus, dass man Früchte mit Schimmel wegschmeißen soll. Wir lernten auch, dass, wenn eine Frucht (wie die Zitrone oder Orange) eine harte, trockene Schale hat, man sie trotzdem noch essen kann und sie sogar sehr gut schmeckt! Als das Obst sortiert war, mussten wir Gruppen bilden. Jede der Gruppen bekam einen Zettel mit einem Rezept für einen Frucht-Smoothie. Wir durften einen Mixer und alle Früchte benutzen, die wir sortiert hatten. Als die Gruppen fertig waren, nahmen wir uns alle ein Glas und probierten von den jeweiligen Gruppen die Smoothies, die alle sehr fruchtig und gut schmeckten. Alle Smoothies wurden ausgetrunken.

Nach den Workshops gab es um 15:00 Uhr eine schnelle Zusammenfassung mit allen Teilnehmern der Veranstaltung, positives Feed-Back und zuletzt wurden noch die Urkunden verteilt, wobei auch klasse Fotos von den Schülern und Lehrern jeder vertreten Schule gemacht wurden. Schließlich endete der aufregende Tag an der Schülerakademie um 15:30 Uhr und alle gingen mit etwas mehr Wissen glücklich nach Hause.