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Europäische Entscheidungs­prozesse näher kennenlernen, darum ging es für die Schü­lerinnen und Schüler der Q2 am 21. März 2014 in einem Plan­spiel. Dank der Organisation un­serer Schülerin Selina Brink­mann, die dieses Planspiel schon einmal in der Summer School erleben durfte, hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, selbst einen Gesetzes­entwurf zum Thema erneuerbare Energien zu entwickeln sowie in einem Entscheidungsprozess darüber abzustimmen.

Eingeleitet wurde der Tag mit einem Vortrag über den Klimawandel und erneuerbare Energien, sowie mit einem kurzen Überblick über den Gang von Entscheidungen auf der europäischen Ebene durch den Referenten Peter Bauch.

Um diesen Entscheidungsprozess anhand einer originalen Gesetzesvorlage nachvollziehen zu können, wurden die Teilnehmer in die Gremien Ministerrat, europäische Kommission und europäisches Parlament unterteilt. Zwei Schüler/innen, die die europäische Kommission darstellten, entwickelten einen Entwurf, der den beiden Entscheidungsorganen in einer Pressekonferenz vorgestellt wurde.

Innerhalb des Parlaments gruppierten sich die Teilnehmer gemäß den vier großen Parteien CDU, SPD, die Grünen, FDP. Zunächst diskutierte man sich fraktionsintern über die Gesetzesvorlage, um in Anschluss die Diskussion mit den Mitgliedern aller Parteien zu führen.

Währenddessen bereiteten die Schülerinnen und Schüler im Ministerrat, wobei eine Auswahl von Ländern von je einem Schüler / einer Schülerin vertreten wurde, ein kurzes Statement über die bereits erfolgten Fortschritte und Forderungen für die Zukunft vor.

Im Anschluss wurden ihnen die Ergebnisse der 1. Lesung des simulierten europäischen Parlaments mitgeteilt und mit eigenen Vorstellungen abgeglichen. Durch das Mehrheitsprinzip wurden Unstimmigkeiten demokratisch gelöst.

Die Differenzen, die sich aus dieser Sitzung ergaben, wurden durch die Vorsitzende an das Parlament weitergegeben. Darauf folgte eine ausgiebige Beratung in der 2. Lesung. Uneinige Punkte wurden nach der 2. Lesung durch den Vermittlungsausschuss beiseite geschaffen und es konnte ein Gesetz verabschiedet werden.

Das Planspiel endete mit einer Diskussion über die vorhergegangenen Stunden. Dabei gab es viele positive Rückmeldungen. Unter anderem berichteten Schüler/innen davon, dass das Verständnis für Komplexität und Langwierigkeit politischer Verfahren in der Europäischen Union gestiegen sei und ihnen auch die Bedeutung der EU und supranationaler Entscheidungen für das eigene Leben bewusst geworden seien.

Nicht nur das Erleben des Entscheidungsprozesses auf EU-Ebene fand bei den Schüler/innen großen Anklang, auch der Themenbereich „erneuerbare Energien“ weckte großes Interesse. Für einige Schüler/innen wurde zum besonderen Erlebnis, ein bestimmtes Land im Ministerrat von einer ganz anderen Seite kennenlernen zu dürfen.

Insgesamt war dieser Vormittag ein gelungenes Erlebnis für die Schülerinnen und Schüler, bei dem sie viel Spaß und Freude hatten sowie viele interessante Erfahrungen sammeln durften.