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Eines Tages war ich mit einigen Freunden in einer Jugendher­berge. Dort machten wir ver­schiedene Spiele und Ausflüge. Eines abends saßen wir am Lagerfeuer und hörten Michael, dem Leiter der Jugendherberge, zu.

Er erzählte von einem Kind Namens Clemens, der vor einigen Jahren auch hier war.

robin4Er machte nur Unsinn und verbreitete viel Ärger. Michael war mit ihm in einem Zimmer. Seine Zimmergenossen hatten Spaß mit Clemens, weil er die anderen Kinder geärgert hat. Die Leiter haben sich aber Sorgen gemacht. Eines Abends entschied sich eine Leiterin, mit Clemens über sein Verhalten zu reden. Sie gingen an der dicken Schranke robin3bei der Turnhalle vorbei.
robin2Sie blieben bei einem Baum stehen. Sie fragte ihn: „Wieso verbreitest du nur Ärger?“ Clemens antwortete: „Weil es Spaß macht, andere Kinder zu ärgern.“ Sie stöhnte und fragte ihn: „Und was bringt dir der ganze Mist?“ Er lachte: „Natürlich Ansehen bei den anderen Kindern.“ Sie gingen weiter und diskutierten dabei. Doch plötzlich war Clemens weg. Die Leiterin war erschrocken, wo er geblieben war. Es erschütterte sie, wie sie ihn verlieren konnte. Sie suchte nach ihm, weil sie die Verantwortung hatte, auf ihn aufzupassen. Sie schrie: „Clemens, Clemens wo bist du??“ Doch es kam keine Antwort. Nach einiger Zeit musste sie zur Jugendherberge zurückgehen. Als sie dort angekommen war, erzählte sie von dem Vorfall mit Clemens. Die anderen Leiter stöhnten nur und meinten: „Das ist bestimmt wieder Absicht von Clemens.“ Doch es war keine, denn sein Bett blieb drei Tage lang leer. Die Leiter fingen an, sich Sorgen zu machen. Sie mussten es seinen Eltern mitteilen.
robin5Doch in der vierten Nacht, kamen Kinder mit Tränen in den Augen in das Leiterzimmer. Sie schlotterten: „Es kam eine Stimme. Sie sagte, dass sie in den nächsten Tagen Ärger verbreiten würde. Sie würde die Schließfächer und den Computer im Anmelderaum zerstören.“


robin1Die Betreuer wussten nicht, was sie machen sollten. In der vierten Nacht passierte das, was die Stimme vorhergesagt hatte. Es spukte jede Nacht weiter und weiter.

Ein Kind fragte plötzlich Michael: „Und was ist jetzt mit Clemens?“ Michael antwortete: „Jeder glaubt, dass er hinter dem Baum bei der Turnhalle wohnt, wo sich die Tür befindet. Einige Kinder gingen vor Todesangst weinend in ihr Bett. Andere aber hatten Spaß daran, den kleineren Kindern Angst zu machen. Sie gingen nachts in die Zimmer und versuchten noch, sie zu erschrecken.

In der Nacht, in der Michael die Geschichte von Clemens erzählt hatte, spukte es in der Jugendherberge. Fenster waren offen, Sachen waren weg …

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Epilog: Diese Geschichte wird bis heute den neuen Kindern in der Jugendherberge erzählt.

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Es gibt viele verschiedene Geschichten von Clemens.