Drucken

Als traditionsreichste Schule Siegens möchten wir Ihnen hier gern unsere Geschichte - soweit es möglich ist - auf einen Blick darstellen. Das Gymnasium Am Löhrtor ist für die Stadt Siegen so etwas wie ein lebendiges Archiv und seine Geschichte ist eng mit der Geschichte der Stadt verwoben.

1455:

Eine städtische Pfarrschule.
Schulische Bildung ist in Siegen verbürgt.

Unter dem Dach der Nikolaikirche (uff sent nycolais dach) ist für die Mitte des 15. Jahrhunderts eine Schule in Siegen verbürgt. Im Dunkel des Mittelalters sind klare Aussagen zur Art und Weise der Siegener Schulbildung nur schwer vorzunehmen. Anhand von über 200 Matrikeln von Siegener Studenten an den spätmittelalterlichen Universitäten - vor allem aus Köln und Erfurt - kann man aber wohl schon vor der Gründung des Siegener Pädagogiums von einer gelehrten Bildung in Siegen sprechen.

1536:

Geburtstag des Gymnasiums Am Löhrtor.
Neukonstituierung nach mittelalterlichen Anfängen.

Das Gymnasium Am Löhrtor wird am 15. Juni 1536 gegründet. Erasmus Sarcerius wird der Gründungsrektor des Siegener Pädagogiums auf Initiative des nassauischen Landesherrn Graf Wilhelm des Reichen und auf Empfehlung Melanchthons.

1547:

Der erste Umzug.                                                                      

Das Siegener Pädagogium zieht um unter das Dach der Nikolaikirche.

Bis zum Umzug des Siegener Pädagogiums befindet sich die Schule im ehemaligen Franziskanerkloster, dem heutigen Unteren Schloss.

1584:

Von Herborn nach Siegen und wieder zurück.
Im Jahr 1584 gründet Wilhelm von Oranien die Hohe Schule in Herborn.

Nach der Gründung der Hohen Schule in Herborn wird diese kurz darauf für einige Zeit nach Siegen verlegt. Dies bedeutet eine große Aufwertung für das schulische Leben in Siegen, da nun auch die akademische Bildung Einzug hält. Nachdem die Hohe Schule in der Zwischenzeit wieder nach Herborn zurückverlegt worden ist, gliedert man bald darauf das Herborner Pädagogium nach Siegen aus. Siegen wird damit ebenfalls wiederum zu einem Zentrum des akademischen Lebens. Provisorisch findet der Unterricht im Rathaus, später abermals im ehemaligen Franziskanerkloster statt. Im Jahre 1609 wird die Hochschule wieder zurück nach Herborn verlegt und das Siegener Pädagogium zieht ebenfalls wieder unter das Dach der Nikolaikirche.

1618:

Das Siegener Pädagogium zwischen den Konfessionen.
Ein Einschnitt in der Schulgeschichte.

Kurz nach Ausbruch des Konfessionskrieges konvertiert der Throhfolger Johann der Jüngere von Nassau-Siegen zum Katholizismus und forciert die Rekatholisierung des Netphener "Johann-Landes". Die Gewölbe der Nikolaikirche werden im Jahr 1618 - noch unter protestantischer Führung - gründlich renoviert.

1626:

Die Jesuiten kommen nach Siegen.
Aus der Lateinschule wird eine Jesuitenschule.

Den Evangelischen werden zum einen die drei Kirchen Siegens genommen und zum anderen wird aus der Lateinschule eine Jesuitenschule, die sich in den folgenden Jahren mit immer wieder neuen und fremdsprachigen Lehrern sowie mit den Jesuiten eigenen Werbemitteln, wie bspw. dem Schauspiel, um die Jugend Siegens bemüht.

1644:

Zurück zur Lateinschule.
Fürst Johann Moritz setzt die Schule wieder in ihren alten Stand.

Der evangelische Fürst Johann Moritz macht bereits im Jahr 1632 die Jesuitenschule wieder zu einer Lateinschule. Endgültig setzt dies dann im Jahre 1644 durch.

1695:

Großer Stadtbrand.
Ein Großteil der Stadt wird ein Raub der Flammen.

Der untere Teil der Stadt und damit auch das ehemalige Franziskanerkloster, das dem Siegener Pädagogium seit seiner Gründung mehrfach zur Heimt geworden ist, wird zerstört. Nach dem Brand wird an gleicher Stelle das heutige Untere Schloss gebaut, das für unsere Schule in den kommenden Jahrhunderten erneut zur Heimat werden wird.

1775:

Reformen verändern den Fächerkanon.
In Siegen werden neue Fächer und Methoden etabliert.

Neben dem weithin gepflegten Sprachunterricht wird eine Vielzahl neuer Fächer und Methoden am Siegener Pädagogium eingeführt. Dazu gehören bspw. Geographie und Himmelskunde, Naturgeschichte, Altertumskunde und zum ersten Mal muttersprachliches deutsches Schrifttum.

1815:

Die Bildung in Siegen wird institutionalisiert.
Das Siegener Pädagogium unter preußischer Verwaltung.

Nach dem Sturz Napoleons wird Siegen im Jahr 1815 preußisch und man orientiert sich nun nicht mehr ins Nassauische sondern in die westfälischen Gebiete nach Arnsberg, Münster und nach Berlin. Preußen hat soeben seine humanistische Schulreform durchgeführt und genaue Regelungen für das Abitur sowie die Zulassung zum Studium getroffen. Das Siegener Pädagogium hat in den Jahren zuvor mit zeitweise nur zwei Lehrerstellen und schlechten räumlichen Bedingungen eine seiner großen Krisen durchstehen müssen und konnte aufgrund dessen den anspruchsvollen Vorgaben aus Berlin kaum genügen. Die drei Lehrer des Pädagogiums sind noch selbstverständliche Pfarramtskandidaten. Nun jedoch läuft die Gemeinsamkeit von Predigtamt und Pfarramt aus - eine Tradition der Schule seit Erasmus Sarcerius wird abgeschafft.

1816:

Christian Wilhelm Lorsbach wird Leiter des Pädagogiums.
Ein Lehrer für eine ganze Schule.

Der Schulleiter und einzige Lehrer Christian Wilhelm Lorsbach begleitet das Siegener Pädagogium durch die folgenden Jahre der Reformdiskussion und muss zeitweise als einziger Lehrer alle drei vorgesehenen Lehrerstellen besetzen. Er lebt gleichsam in der Schule und schafft nie den Sprung in das besser dotierte Pfarramt.

1834:

Ein erneuter Wandel.
Die Siegener Bürgerschule wird zu einer Höheren Bürgerschule.

Man hat zwar nicht den Zuschlag für ein humanistisches Vollgymnasium bekommen, aber im Zuge einer immer größeren Nachfrage nach einer "Bildung fürs Leben" wird die Realschule zu einer ernsthaften Option für die zukünftige Ausrichtung des einstigen Pädagogiums. Prägend sind hier besonders die Bemühungen des ehemaligen Schülers des Siegener Pädagogiums, Adolf Diesterweg.

1836:

Vom alten Pädagogium zur neuen Bürgerschule.
Die Reformen werden umgesetzt.

Christian Wilhelm Lorsbach begleitet die Umwandlung des Pädagogiums in eine Bürgerschule. Er bleibt auch noch an der Schule, als um ihn herum nicht mehr nur Theologen ihren Dienst verrichten, sondern beinahe ausschließlich Philologen das Lehrerkollegium prägen. Lorsbach wird später aufgrund seines Einsatzes für die Schule und die Schüler erster Siegener Ehrenbürger.

Überdies bedeutet das Jahr eine gewaltige Umstellung für die Siegener Pädagogen. Man ist bisher gewöhnt, seinen Lehrstoff selbst zu bestimmen, nun gibt es ein unsanftes Erwachen, als die preußische Schulverwaltung auf die Einhaltung des vorgegebenen Lehrstoffs achtet. Die vergangenen Jahre waren schon geprägt von Diskussionen um die Umsetzung der Reformen, worunter der Lehrbetrieb deutlich gelitten hat.

1836:

Siegen wird offiziell Höhere Bürgerschule (Realanstalt).

Als eine der ersten Schulen wird das "Löhrtor" zu einer Realanstalt.

Bereits zwei Jahre zuvor wird das ehemalige Pädagogium auf Initiative des Oberpräsidenten Vincke zu einer Höheren Bürgerschule. Jetzt eröffnen die Stadtväter offiziell diese neue Bildungsanstalt mitten in Siegen, die den Reformstau und die Probleme der Vorjahre nun endlich beheben sollte. Dr. Eduard Suffrian wird der erste Direktor der neuen Schule und verschafft ihr in den folgenden 12 Jahren seiner Tätigkeit nach den Problemen der Vorjahre nun eine besonders angesehene Stellung unter den Höheren Bürgerschulen Preußens. Neben seiner Wertschätzung von Disziplin ist es sicher Suffrians größtes Verdienst, dass er die Naturwissenschaften in den Mittelpunkt der Ausbildung stellt - freilich ohne Anderes zu vernachlässigen. Unter seiner Ägide bis 1848 verdoppelt sich die Schülerzahl - ein Beleg für den neuen guten Ruf der Schule. Die Realanstalten sind zwar in Konkurrenz zu den humanistischen Gymnasien mit ihrer eindeutigen Ausrichtung auf die alten Sprachen, aber es herrscht noch eine Unsicherheit bezüglich ihrer zukünftigen Schwerpunktausrichtung.

1837:

Vom Dach der Nikolaikirche in den Marstall.
Die Bürgerschule bekommt zum ersten Mal ein eigenes Gebäude.

Nach dem Stadtbrand von 1695 ist auf den Trümmern des Franziskanerklosters ein Hofhaltungsgebäude errichtet worden - dieses wird nun die neue Heimat der Bürgerschule. 83 Schüler und sechs Lehrer nehmen den Unterricht nun in "ihrem" neuen Gebäude auf.

1848:

Ein neuer Schulleiter für Siegen.

Dr. Karl Schnabel wird der Nachfolger von Dr. Eduard Suffrian.

Schnabel setzt den Weg Suffrians nahtlos fort und forciert ebenfalls die technisch-naturwissenschaftliche Prägung der Höheren Bürgerschule. Er hält Vorträge vor der Siegener Industrie und Öffentlichkeit und unterhält Kontakte zu höchsten naturwissenschaftlichen Autoritäten wie beispielsweise Justus Liebig. Dr. Karl Schnabel bleibt für 27 Jahre Rektor der Siegener Realanstalt und unter seiner Zeit gilt die Siegener Realschule als eine der ersten Adressen dieser Schulform in ganz Westfalen und ist darüber hinaus dem Gymnasium - zumindest vom Rang her - endlich gleichgestellt.

1859:

Die Siegener Realschule wird eine Realschule 1. Ordnung.
Die Siegener Realschule "boomt".

Von weit her aus ganz Westfalen schicken nun in den Folgejahren die Fabrikanten und Kaufleute ihre Söhne nach Siegen. Ganze Generationen von Wirtschaftführern sowie von Fachleuten des Berg- und Hüttenwesens werden nun in Siegen ausgebildet. Ein erstaunliches Missverhältnis ergibt sich aber zwischen dem Ansehen der Schule und der noch immer eklatanten Raumnot. Die Schule platzt gleichsam aus allen Nähten und räumliche Veränderungen erscheinen abermals unausweichlich.

1873:

Ein weiterer Umzug.

Die Siegener Realschule zieht in die Oranienstraße.

Der Umzug aus der Oberstadt "ins Tal" ist mit großen Diskussionen verbunden. Durch die Berliner Regierung steht Siegen unter immer größerem Druck, ein neues Gebäude für die Realschule zu errichten. Die Stadt leidet unter einem Geldmangel und nach vielen Diskussionen wird schließlich am 2. Mai 1873 das neue Gebäude, das eigens für die Realschule errichtet worden ist, doch eingeweiht. Man zieht mit 320 Schülern und zehn Lehrern aus dem Marstall in die Oranienstraße.

1882:

Die Realschule wird zum Realgymnasium.

Konsoidierung der höheren Bildung in Siegen.

Unter dem Nachfolger Dr. Schnabels, dem Schulleiter Dr. Wilhelm Tägert, der ab 1875 die Leitung der Schule übernimmt, wird die Realschule in Siegen nun nicht mehr nur formal sondern auch dem Namen nach dem Gymnasium gleichgestellt. Unter der Leitung Tägerts entwickeln sich die Schülerzahlen weiterhin positiv und steigen bis Anfang des 20. Jahrhunderts auf über 400. Ein neuerlicher Umbau wird - bereits unter dem neuen Schulleiter Dr. Paul Utgenannt - nötig. Im Zusammenhang mit dem Umbau wird auch eine Realschule an das Gymnasium angegliedert. Der gute Ruf der Schule festigt sich und sie wird zu einer echten Siegener Institution.

1911:

Jubiläum des Realgymnasiums.
Das Realgymnasium feiert seinen 375. Geburtstag.

1936:

Jubiläum des Realgymnasiums.

Das Realgymnasium feiert seinen 400. Geburtstag.

Dieses Jubiläum hat eine große Bedeutung für das öffentliche Bewusstsein Siegens. Bürgermeister Fißmer fordert, dass anlässlich des Jubiläums die Fahnen gehißt werden sollten, die Post hat einen Sonderstempel prägen lassen und die Siegener Zeitung titelt auf ihrer ersten Seite mit der Schlagzeile "Feststadt Siegen - das Jubiläum des Realgymnasiums". Die ganze erste Seite ist dem Schuljubiläum vorbehalten. Am Vorabend der Feierlichkeiten treffen sich 1000 ehemalige Schüler und Lehrer in den Räumen des Kaisergartens. Maßgeblicher Organisator der Feierlichkeiten ist der Leiter der Schule Herr OStD Otto Schneider, der 1937 aufgrund seiner liberalen und demokratischen Gesinnung den nationalsozialistischen Machthabern nicht mehr tragbar erscheint.

1939:

Veränderungen in Zeiten des Krieges.

Die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges auf das Realgymnasium. 

Wie überall im Reich wird auch in Siegen zunächst unter dem Nachfolger Schneiders, Dr. Adolf Weiershausen, der Umbau der Gymnasien auf die "Oberschule" forciert. Der neue Schulleiter wird aufgrund seiner nationalsozialistischen Gesinnung nie ein wirklicher Teil der Schule und verlässt das Löhrtor auch schon 1940. Sein Nachfolger kommt mit Dr. Otto Hollstein aus dem Kollegium selbst.

Neben personellen Veränderungen ist die Schule auch von curricularen und institutionellen Veränderungen betroffen. Die Schulzeit wird auf 8 Jahre gekürzt, die Fremdsprachenfolge wird geändert, Leibesübungen und Biologie erhalten eine größere Bedeutung und die Lehrbücher werden der nationalsozialistischen Ideologie angepasst. In der Folgezeit kommt es auch zu personellen Veränderungen. Lehrer wie Schüler werden zum Kriegs- oder Arbeitsdienst herangezogen und viele fallen an den näher rückenden Fronten.

1944:

Schwere Zerstörungen beim großen Bombenangriff auf Siegen.
Das Realgymnasium wird von den Bomben zerstört.

Nach über 70 Jahren an der gleichen Stelle ist nun das Löhrtor abermals ohne ein angemessenes Gebäude. Glücklicherweise gibt es aufgrund rechtzeitiger Warnungen keine Toten unter Schülern und Lehrern.

1946:

Und wieder ein Neubeginn.

Das Realgymnasium konstituiert sich neu.

Überlebende Schüler und Lehrer treffen sich unter dem neuen Schulleiter Dr. Friedrich Stallknecht im damals einzigen verfügbaren Versammlungsraum Siegens, im Charlottenstollen, zur Wiedereröffnung der Schule. Das Löhrtor gehört damit zu den ersten Schulen Westfalens, die die Arbeit wieder aufnehmen. Alles beginnt - abermals - sehr improvisiert. 14 Klassen müssen untergebracht werden und insgesamt sieben Räume stehen in der benachbarten Bauschule und der Bergschule zur Verfügung. Das bedeutet: Drei Schultage pro Woche, andere Klassen zu anderen Zeiten an anderen Orten, ein ständig präsentes Kollegium an einem Ort gibt es nicht, die Verwaltung gestaltet sich aufgrund der Bedingungen schwierig, Lehrer erscheinen außer Atem und abgehetzt vor ihren Klassen, von 23 Planstellen sind nur 14 besetzt. Die Situation sollte sich in den Folgejahren nur langsam bessern.

1947:

Erneute Konsolidierung.

Aufnahme des Unterrichts in der Mädchenschule der St.-Johann-Straße.

Bald findet wieder täglich der Schulunterricht statt und die volle Stundenzahl für alle Klassen kann wieder eingeführt werden - wenngleich als Schichtunterricht im wöchentlichen Wechsel mit den Mädchen des Mädchengymnasiums in der St.-Johann-Straße. Nach und nach erscheinen auch wieder all diejenigen Fächer auf der Stundentafel, die unmittelbar nach dem Krieg noch nicht wieder unterrichtet werden konnten: Deutsch, Geschichte, Erdkunde, Turnen. Mit Dr. Brinkmann findet sich zudem ein Lehrer, der die Jungen für Sport und Spiel begeistert und eine freiwillige Übungsgemeinschaft auf die Beine stellt bevor Sport auf dem Stundenplan erscheint. In den Folgejahren etablieren sich wieder Schulsportfeste und der Bannerkampf.

1949:

Das neue Städtische Gymnasium richtet sich neu aus.
Die prägende dreigliedrige Form des Gymnasiums wird eingeführt.

Im Anschluss an eine einheitliche Unterstufe werden drei Zweige etabliert: Ein mathematisch-naturwissenschaftlicher Zweig, ein neusprachlicher sowie ein altsprachlicher Zweig. Man knüpft mit dieser Dreigliederung an die vielfältige Historie des Gymnasiums an und bringt sie "unter einen Hut."

1954:

Ein Neubau für das Löhrtor.
An der Oranienstraße entsteht ein neues Gebäude.

Mit dem Umzug in das neue Gebäude wird auch ein neue Schulleiter eingeführt. Dr. Gerhard Frotschner löst Dr. Stallnecht als Schulleiter ab. Man bedankt sich überdies auch bei dem Mädchengymnasium in der St.-Johann-Straße. Gleichzeitig mit dem Neubau sieht sich das Gymnasium auch wieder einem altbekannten Problem gegenüber: Es gibt immer mehr Schüler und der Platzmangel droht schon am Tag der Einweihung. Beim Einzug in das neue Gebäude sind es bereits nahezu 800 Schüler in 24 Klassen.

1961:

Jubiläum des Städtischen Gymnasiums.
Das Städtische Gymnasium feiert seinen 425. Geburtstag.

Mit einer vergleichsweise kleinen Feier begeht man das Jubiläum der Schule und weiß zu schätzen, dass man nun inzwischen vergleichsweise lang und ungestört unterrichten kann.

1969:

Einführung der Koedukation an Siegens Schulen.
Jungen und Mädchen werden nun gemeinsam unterrichtet.

Die Einführung der Koedukation bringt zum einen eine Reihe baulicher Veränderungen, bedeutet aber darüber hinaus auch weiterhin steigende Schülerzahlen. Die tatsächliche Umsetzung am Gymnasium Am Löhrtor verzögert sich wegen erwähnter baulicher Veränderungen zunächst bis zum Schuljahr 1973/74.

1974:

Ein neuer Schulleiter für das Städtische Gymnasium.
Dr. Christian Thuß wird neuer Schulleiter.

Unter Dr. Thuß werden eine Reihe instutioneller Veränderungen umgesetzt, die von Landes- und Bezirks­regierungen vorgegeben worden sind.

1996:

Ein neuer Schulleiter für das Gymnasium Am Löhrtor.

Klaus Schütte wird neuer Schulleiter.

Nach der Verabschiedung von Dr. Thuß am 2. Juli 1996 wird mit Klaus Schütte ein Mitglied des Kollegiums neuer Schulleiter. Unter OStD Klaus Schütte muss das Gymnasium Am Löhrtor wieder einmal viele neue Klippen umschiffen, die vor allem institutionell geprägt sind. Zu denken ist hier insbesondere an den so genannten "PISA-Schock" im Jahr 2000 und die daraus folgenden Reformdiskussionen, die grundsätzliche Änderungen mit sich bringen sollten.

2011:

Jubiläum des Gymnasiums Am Löhrtor.
Das Löhrtor feiert seinen 475. Geburtstag.

Als eine von ganz wenigen Schulen in NRW kann das Gymnasium Am Löhrtor auf eine 475-jährige Historie voller Höhen und Tiefen zurückblicken. Das Jubiläum wird groß gefeiert. Vor allem die Feierlichkeiten Anfang Oktober werden den Beteiligten sicher lang in Erinnerung bleiben.

2012:

Ein neuer Schulleiter für das Gymnasium Am Löhrtor.
Dr. Reiner Berg wird neuer Schulleiter.

Nachdem in den vergangenen Jahrzehnten die Schulleiterstellen ausschließlich mit Kollegen aus den eigenen Reihen besetzt worden sind, kommt nun mit Dr. Reiner Berg ein externer neuer Schulleiter.

Alle Angaben beruhen zu einem großen Teil wörtlich, immer aber dem Sinne nach, auf der Schulchronik anlässlich des 475-jährigen Jubiläums:

Thuß, Christian; Schütte, Klaus; Hassel, Doris (Hgg.): 1536 bis 2011. Tradition trifft Zukunft. Festschrift zum 475-jährigen Jubiläum des Gymnasiums Am Löhrtor der Stadt Siegen, Siegen 2011.