Vom 17. bis 21. März reisten wir nach Champs-sur-Marne, um unsere Austauschpartner/innen (frz. corres) wiederzusehen und gemeinsame Tage in Frankreich zu verbringen.
Nach einer langen Zugfahrt erreichten wir mittags Paris. Unser erster Stopp war Notre-Dame.
Die lange Warteschlange verhinderte einen Innenbesuch der Kathedrale, doch allein der Anblick und ein Spaziergang über die Île de la Cité waren ein echtes Highlight! Anschließend fuhren wir mit dem RER weiter nach Champs-sur-Marne, wo unsere corres uns bereits erwarteten. Die Vorfreude und Aufregung während der Fahrt waren groß – schließlich stand das erste Gespräch auf Französisch bevor! Doch die herzliche Begrüßung durch die Gastfamilien machte es uns leicht. Die Wiedersehensfreude war riesig, und schnell fühlten wir uns willkommen. Als wir am nächsten Morgen nach unserem ersten Abend gefragt wurden, kam die Antwort selbstbewusst auf Französisch: „Très bien!“
Am Dienstag begann nach einer Stunde gemeinsamer Unterricht unser nächstes Abenteuer in Paris! Zuerst besuchten wir im Musée du Quai Branly die Ausstellung "Au fil de l'or". Sie nahm uns mit auf eine Reise rund um die Welt – vom Maghreb über Asien bis zum Nahen Osten – und zeigte beeindruckende Goldkunstwerke aus verschiedenen Kulturen. Die Highlights des Tages waren der Besuch des Eiffelturms, gefolgt von einer Bootsfahrt auf der Seine, bei der wir bei strahlendem Sonnenschein Sehenswürdigkeiten wie den Louvre, die Assemblée Nationale und die Pont Alexandre III vom Wasser aus bewunderten.
Der Mittwoch stand im Zeichen der Kunst. Nach einer weiteren Unterrichtsstunde im Collège Armand Lanoux fuhren wir wieder mit der RER nach Paris, wo wir uns uns die Pyramiden des Louvres auf der Place Royale ansahen, und im Anschluss die Jardins des Tuileries erkundeten. Nach einem gemeinsamen Picknick im Park besuchten wir das Musée de l’Orangerie, wo wir die berühmten Nymphéas-Gemälde von Claude Monet bestaunten. „Absolument Maginifique!“ – viele von uns hätten noch länger dort bleiben können! Zum Abschluss schlenderten wir durch eine der historischen Pariser Passagen – eine perfekte Gelegenheit, kleine Souvenirs mitzunehmen!
Auch die Abende in den Gastfamilien waren etwas ganz Besonderes. Einige von uns begleiteten ihre Austauschpartner und -partnerinnen zu ihren Hobbys, zum Beispiel zum Klavier oder Kampfsport, und durften sogar mitmachen! Andere verbrachten gemütliche Abende mit der Gastfamilie bei Gesellschaftsspielen und gemeinsamen Abendessen. Jeder erlebte das französische Familienleben auf eine ganz individuelle Weise. Die Gastfamilien waren sehr herzlich und bemüht uns eine großartige Woche zu bereiten. Sogar ein Besuch im Disneyland wurde von einer Gastfamilie für die deutsche Austauschschülerin organisiert! Wir waren beeindruckt von so viel Gastfreundschaft und Herzlichkeit.
Am Donnerstag besuchten wir das historische Herz von Champs-sur-Marne, das Schloss. Wie wir erfuhren, werden dort viele historische Filme gedreht, da sich das Schloss mit dem dazugehörigen Park ideal als Filmkulisse anbietet, und im Sommer werden im großen Saal Klavierkonzerte präsentiert. Das ist gelebte Kultur und Teil der Identität unseres Nachbarlandes. So viel Schönheit, die auch im Alltag präsent ist, hat uns sehr beeindruckt. Mittags gab es eine erneute kulturelle Erfahrung, der Besuch der Schulkantine. Das Essen war besser als erwartet und entsprach im Großen und Ganzen dem, was aus dem Französischunterricht bekannt war. Ein 3-Gänge-Menü mit Baguette und Getränken, das war gut!
Der Donnerstagnachmittag war geprägt von Unterricht und einem Abschiedsabend in der Familie. Am Freitagmorgen ging es mit den Koffern in die Schule, noch einmal ein bisschen Unterricht und dann traten wir auch schon wieder den Heimweg an. Ein paar Tränen flossen zum Abschied, wir hatten unsere corres mit ihren Familien und Freunden ins Herz geschlossen. Nach einem kurzen Stopp in Paris, wo wir die Möglichkeit hatten, uns noch mit Souvenirs und Getränken zu versorgen und das altehrwürdige Kaufhaus Samaritaine zu bestaunen, ging es wieder Richtung Bahnhof. Spät abends kamen wir müde, aber glücklich und voller neuer Eindrücke zurück, und unsere Eltern empfingen uns mit großer Neugierde und viel Fröhlichkeit.
Es war für uns interessant, unsere corres sowohl bei besonderen Anlässen als auch im Alltag zu begleiten, französisch zu sprechen oder auch mit Händen und Füßen, neues auszuprobieren und auch ab und zu ein bisschen Emotionen auszuhalten.
Eine intensive Woche liegt nun hinter uns, wir haben viel gelacht und viel gestaunt, und auch wenn es hier und da eine kleine Schwierigkeit gegeben hat, war es eine wunderbare Erfahrung, die wir nicht vergessen werden! Vielen Dank, dass wir dabei sein durften!




















