Am 24. Februar machten sich zwölf Schüler/innen aus den Klassen 9 und 10 mit Frau Gröne und Frau Scharpel auf Erasmusfahrt nach Spanien.
Bereits morgens fuhren wir mit dem Bus zum Flughafen Köln/Bonn, wo um die Mittagszeit das Flugzeug Richtung Málaga abhob. Nachmittags angekommen, stand uns eine zweistündige Fahrt zu unserem finalen Ziel bevor: die „Novaschool Medina Elvira“ in Granada.
Nach der neunstündigen Anreise (die sich mehr als gelohnt hat), trafen wir in unserer Unterkunft ein – diese war anders als erwartet, trotzdem richteten wir uns gemütlich auf unseren Zimmern ein. Den anstrengenden und trotzdem aufregenden Anreisetag beendeten wir mit einem gemeinsamen Abendessen im Speisesaal. Dort hatten wir die Möglichkeit, uns näher kennenzulernen und teilten alle die Vorfreude auf den ersten richtigen Tag in der Stadt.
Am nächsten Morgen stand für uns zuerst der Unterricht in der Schule an: in den fünf Unterrichtsstunden hatten wir in unterschiedlichen Klassenstufen die Möglichkeit, das spanische Schulsystem und den dortigen Unterricht näher kennenzulernen. Die Klassen bestanden aus lediglich 4-10 Schülern/innen; für uns zwar ungewohnt, aber es trug zu einer angenehmen Lernatmosphäre bei.
Die Unterrichtsfächer waren sehr vielfältig und interessant.
Für den Nachmittag war eine Stadttour durch Granada geplant. Fünf Stunden lang erkundeten wir zum ersten Mal die Stadt. Es ging durch wunderschöne Gassen, vorbei an der beachtlichen Kathedrale, entlang von „Geníl“ und „Darro“ (zwei Flüssen), durch die belebte Innenstadt bis hoch zu „Carmen de los Mártires“ – ein Garten nur wenige Minuten von der berühmten Alhambra entfernt. Unter Palmen hindurch bis hin zu einer kleinen Turmruine, welche umgeben von Wasser war, liefen wir durch den Garten. Von dort hatten wir einen unglaublichen Blick über die Stadt.
Zurück in der Innenstadt und nach einem kleinen Abstecher in einen Supermarkt, holte uns der Bus der Schule ab und fuhr uns wieder in unsere Unterkunft. Den Tag ließen wir entspannt auf den Zimmern mit Geschichten vom Tag ausklingen.
Am Donnerstag begann unser Tag etwas anders – wir erkundeten von morgens bis mittags die Landschaft rund um unsere Schule. Diese lag nämlich ein paar Kilometer entfernt von der Stadt in einer schönen, ländlichen Umgebung. Bei bestem Wetter wanderten wir zu einem See. Auf dem Weg kamen wir an einem „Wasserfall“, Picknickplätzen und einem Schwarm Gänse vorbei. Wir liefen durch einen Park, den Wald, kletterten Abhänge hoch und genossen die Landschaft rund um Granada. Wir kamen schlussendlich am „Campus Naútico“ an, ein kleiner Bereich der Universität von Granada. Dort hatten wir noch einmal den wunderschönen Blick auf den See mit der Sierra Nevada im Hintergrund. An der nächstgelegenen Tankstelle legten wir eine kleine Pause ein und danach ging es für uns mit Eis als Proviant zurück zur Schule. Dort hatten wir eineinhalb Stunden Zeit, um uns auf den Stadttrip am Nachmittag vorzubereiten oder einfach nur auszuruhen. Die Wanderung war für uns alle eines der Highlights der Woche. Nach dem Mittagessen fuhren wir erneut nach Granada, später hatten wir dort ein wenig Freizeit. Diese nutzen wir produktiv mit Churrosessen, Stadtbesichtigung, Souvenirkäufen und vielem mehr. In dieser Zeit wuchsen wir als Gemeinschaft zusammen und konnten auch den zweiten richtigen Tag nach dem Abendessen zufrieden beenden – wenn auch nicht ganz so spät wie in der ersten Nacht.
Am Freitag verbrachten wir den ganzen Tag in Granada, denn aufgrund eines Feiertags fand kein Unterricht statt. Zunächst waren alle etwas enttäuscht, da es schon der letzte Tag in Spanien war. Trotzdem konnten wir uns alle sehr auf die verbleibenden Stunden freuen.
Während unserer Führung durch die Altstadt hatten wir die Möglichkeit, noch einmal die ganze Stadt zu überblicken und auch die Alhambra konnten wir von dort in ihrer ganzen Pracht betrachten.
Die Geschichte hinter den altmodischen und schönen weißen Häusern Albaicíns, dem ehemaligen arabischen Viertel, war sehr interessant. In den Gassen herrschte eine tolle Atmosphäre, aus vielen kleinen Ladenlokalen ertönte Musik, viele der Läden waren bunt dekoriert. Auch ein Markt mit handgefertigten Schmuckstücken, Portemonnaies und anderen Dingen durfte während unserer Spanien-Erfahrung nicht fehlen. Wir kamen aus Zufall an der Aufführung eines Theaterstücks von einer lokalen Schule vorbei und schauten uns dieses an. Auch konnten wir immer mehr über die Geschichte des Viertels erfahren. In diesem Rahmen wurden uns interessante Fakten erzählt, z.B. warum die dortigen Gebäude alle weiß gestrichen sind.
Gegen Mittag trennten wir uns und brachen in Kleingruppen in verschiedene Richtungen auf. Wir hatten fünfeinhalb Stunden Freizeit und noch viel vor, denn wir wollten noch so viel wie möglich von der Stadt sehen. Einige führte es in eines der größten Einkaufszentren Europas, andere nutzen die Zeit, um noch weitere Teile der Stadt zu sehen und sich die kleineren Ladenlokale anzuschauen. Zudem bestand die Möglichkeit, uns einen Markt, auf dem spanische Schinken- und Fischspezialitäten angeboten wurden, anzusehen. Von Frau Scharpel und Frau Gröne bekamen wir den Auftrag, einmal Tapas zu probieren. Dem gingen alle Gruppen in klassisch-spanischen Bars und Restaurants nach. Natürlich durften auch die letzten Souvenireinkäufe nicht fehlen. Wir genossen auch die fröhliche Stimmung auf den Straßen und die Musik von unzähligen Straßenmusikanten.
Abends wurden nur noch die Koffer gepackt und gegenseitig die Errungenschaften des Tages gezeigt; traurig, aber glücklich über die letzten Tage, waren wir am Samstag um halb acht bereit für die Abreise. Mit dem Bus fuhren wir zurück nach Málaga. Nach einem Flug mit einigen Turbulenzen landeten wir wieder in Deutschland.
Unser Fazit: Granada ist eine wunderschöne Stadt, die Musik, authentischen Ladenlokale und beachtlichen Sehenswürdigkeiten (z.B. die Kathedrale) waren eine tolle Erfahrung. Es gab viele lustige Momente und auch unsere Unterkunft und die Schule werden wir vermutlich nie vergessen.
Wir hatten als Gruppe eine gute Gemeinschaft und die Reise nach Spanien werden wir nicht zuletzt wegen dem, was Frau Gröne und Frau Scharpel daraus gemacht haben, immer in guter Erinnerung behalten.
Fue „una experiencia única“.





