sz Siegen/Düsseldorf. Aus der Hand von Volker Schüttenhelm, Präsident der Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft Siegerland-Wittgenstein (DAGSiWi), erhielt der scheidende US-Generalkonsul im Düsseldorfer Konsulat, Michael Keller, die Ehrenmitgliedschaft auf Lebenszeit. Diese Auszeichnung ist in den über 14 Jahren des Vereinsbestehens bisher erst einmal vergeben worden. Die Mitglieder­versammlung hatte im März einstimmig einen entsprechenden Beschluss gefasst, da man sich beeindruckt zeigte „von der besonderen Verbundenheit des Diplomaten mit der Region Siegerland-Wittgenstein und seinem Engage­ment für die transatlantische Völkerverstän­digung“.

Schüttenhelm wurde begleitet vom Vizepräsidenten der Gesellschaft, Martin Kröckel, und Johanna Müller, Schülerin des Siegener Gymnasiums Am Löhrtor, die aktuell die jährlich vergebene Auszeichnung der DAGSiWi für die beste Schüler-Jahresarbeit im Kreisgebiet zu einem transatlantischen Thema gewonnen hat.

Neben einer zweisprachigen Urkunde erhielt Keller zur Erinnerung einen ebenfalls zweisprachigen Bildband über Siegen, verfasst von dem Siegener Anglistiker Prof. Dr. Christian Thomsen. Keller nahm sich im Anschluss an die Ehrung Zeit für ein rund anderthalbstündiges privates Gespräch mit dem Besuch aus der Krönchenstadt.

Abiturienten des Jahrgangs 1968 feierten Wiedersehen

tom Siegen. Am Samstagvormittag bot sich für die Abiturienten des Jahrgangs 1968 nach fünf Jahrzehnten eine Gelegenheit sich endlich noch einmal wiederzusehen. Geladen waren die „Gold-Abiturienten“ vom Gymnasium Am Löhrtor und dem damaligen Mädchengymnasium Lyzeum. Das Treffen erfolgte auf Initiative zweier Absolventen des damaligen Jahrgangs. Von den knapp über 100 ehemaligen Schülern waren etwa 40 dem Ruf gefolgt. Empfangen wurden sie von Dr. Reiner Berg, Leiter des Löhrtor-Gymnasiums. Er bot den Besuchern in einem ihrer früheren Klassenräume die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen. Als Gast war auch Dieter Fischbach, Leiter des Peter-Paul-Rubens-Gymnasiums, zugegen. Stellv. Bürgermeister Jens Kamieth schilderte die Entwicklung der Stadt Siegen in den vergangenen Jahren. Dr. Reiner Berg berichtete den einstigen Abiturienten vom positiven Werdegang der Unterrichtsstätte, aber auch von der Krise, in der sich das älteste Gymnasiums Siegens noch vor wenigen Jahren befunden habe. Im Anschluss an die Ansprachen führte Dr. Reiner Berg die Ehemaligen durch das Schulgebäude. Alsdann luden die Initiatoren zu einem Rundgang durch die Stadt ein.

Die ehemaligen Stufen von Löhrtor und Lyzeum feierten ihr Wiedersehen zusammen, derweil Jungen- und Mädchenschulen 1968 noch getrennt waren. Erst im Jahr darauf führte die Stadt Siegen gemischte Klassen ein.

gmz Siegen. Kürzlich erhielten die Schulsanitäter des Gymnasiums am Löhrtor eine Einweisung zum Gebrauch des neuen, schuleigenen Defibrillators. Die Schulsanitäter werden von Maren Beermann, Dennis Weis, Michaela Stötzel und Bernd Mosler – DRK-Ausbilder bzw. Ausbilder der DLRG – regelmäßig fortgebildet. Dank Spenden und des Engagements des Schulsanitäters Niklas Benndorf konnte jetzt der Defibrillator neben der Eingangstür zum Lehrerzimmer installiert werden.

Ärzteverbände und Hilfsorganisationen treten dafür ein, dass in möglichst vielen Einrichtungen solch ein Defibrillator stationiert wird, heißt es in einer Pressenotiz der Schule. Das Kollegium des Gymnasiums werde auf der nächsten Lehrerkonferenz die Einweisung zur Reanimation mit Hilfe eines Defibrillators von den Ausbilderkollegen erhalten.

Seit Oktober vergangenen Jahres kann das Wandbild an der Außenwand der Aula des Gymnasiums am Löhrtor in Siegen betrachtet werden. 15 Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse beteiligten sich an dem Projekt im Rahmen der Kampagne „Weltbaustellen“. Jetzt soll eine Wandtafel über die Arbeit informieren, Gestern überreichte Wolfgang Silbermann (l.), Eine-Welt-Promoter und der neue Ansprech­partner für das Projekt, dem stellv. Schulleiter Dr. Holger Zeigan (2. v. l.) und fünf mitwirkenden Schülerinnen das DIN-A4 große Schild. Immer wieder werde er auf das Gemälde angesprochen, sagte Zeigan. Die Reaktionen auf das große Bild sind kontrovers. Manche fänden es schön, andere nicht, aber es sei auf jeden Fall Gesprächsthema und wecke Aufmerksamkeit, so der stellv. Schulleiter. Er und Wolfgang Silber­mann sind sich einig: Das Wandbild braucht Erklärungen – und die werden demnächst für jeden lesbar aufgehängt. stö

Frühlingskonzert des Gymnasiums am Löhrtor und der Musikschule

gmz Siegen. Sonntagnachmittag in der sehr gut besuchten Aula des Gymnasiums am Löhrtor: Während Eltern, Geschwister, Großeltern und Freunde sich in gespannter Erwartung auf die Musikdarbietungen des Nachwuchses freuten, rückten die jungen Musizierenden des Gymnasiums die letzten Stühle, Notenständer und Mikros auf der Bühne zurecht, prüften aufgeregt, ob die Instrumente auch stimmten, die informativen Moderationstexte vorlagen oder auch die Noten, während die Technik (in Händen einer Schüler-AG) die letzten Abstimmungen vornahm.

Und dann ging es los, das Konzert, das in Zusammenarbeit mit der Fritz-Busch-Musik­schule der Stadt Siegen stattfand. Gezeigt wurde in diesem Frühlingskonzert, wie Angela Schween-Ante aus dem Team der Schulleitung in ihrer Begrüßung betonte, wie sich die Schülerinnen und Schüler musikalisch weiterentwickelt haben. Geleitet werden die verschiedenen Streicher- und Vokalgruppen von Angelika Braumann, Camilo Goitia, Dorothea Kiess und Marie Schlüter (alle Musikschule) sowie Tabea Goerke, Nadja Krakowczyk und Valeria Solbach (Löhrtor).

Trotz des (angenehm) straff organsierten Ablaufs erhielt jede der Gruppen die Gelegenheit, ihr Können zu präsentieren. Und wenn sicher an mancher Stelle in punkto Tonreinheit und Präzision noch „Luft nach oben war“, so zeigten die Darbietungen doch die Freude am gemeinsamen Tun, am Klang der Streichergruppe, des Orchesters oder des Chores und das teils schon sehr erfolgreiche Bemühen um die gemeinsame Gestaltung der musikalischen Aussage, Stimmung oder der schönen Melodie. Den Anfang machten die Ministrings, die z. B. die „Herr-der-Ringe“-Melodie mit Spannung intonierten. Die Streicherklassen 5 und 6, die teils auch gemeinsam spielten, überzeugten mit rhythmischer Gestaltung („Capt'n Jack's Hornpipe“), zupackender Erzählung („String Time Joggers: Jazz Suite No. 4“) oder einem kräftigen Reel („Still Reeling“).

Schön klang auch Christian Löbbeckes Version der europäischen Melodie des „Te Deum Prélude“ von Charpentier, das die Streicherklasse 6 mit dem Unterstufenorchester darbot. Das Unterstufenorchester zauberte nach Haydns „Jahreszeiten“ endlich das Versprechen des Frühlings in die Aula, gegen die Kälte draußen, pfiffig und beschwingt sorgte auch „L'Arlésienne“ nach Bizet (Mittelstufenorchester) wieder für Wärme. Ein Hinhörer war auch der uralte, (hier eigentlich) getanzte Kampf gegen das Böse, der vom Jugendsinfonieorchester in „Lord Of The Dance“ inszeniert wurde!

Auch die Vokalpraktischen Kurse der beiden Q-Stufen und ihre Ensembles sowie der Chor überzeugten (am Klavier begleitet von Dominik Stangier, teils mit Felix Scholl am Cajón): „Thinking Out Loud“ (Soli: Gianna Groppo und Laura Joswig) tastete sich zurückhaltend vor, „Human“ (Soli: Marie Beineke, Ronja Müller-Späth und Carina Judt) setzte auf einen spannenden Kontrast zwischen zupackendem Tutti und reflektiert-zarten Soli, mit Verve und Schmiss stimmten die Q-1er und der Chor mitreißend „I Will Follow Him“ an (Solo: Marie Bäumer). Begeisterter Applaus belohnte die Musiker und Sänger, und die Zuhörer verließen das Konzert erfreut und angeregt: Musik ist eine Sprache, die, wenn sie mit so viel Verve und Engagement genutzt wird, Menschen immer erreicht und bereichert.