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Schüler des Löhrtor-Gymnasiums legten auf jedes der Kriegsgräber eine gelbe Rose zur Erinnerung an die Opfer von Krieg, Gewalt und Terror. Im Hintergrund halten Kameraden der Bundeswehr eine Mahnwache für die Gefallenen. Fotos: Tim Lehmann

Die Welt ist kein friedlicher Ort (Siegener Zeitung)

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Erstellt: 19. November 2017

GOSENBACH Würdevolle Gedenkstunde zum Volkstrauertag auf der Kreisehrengedenkstätte

Landrat Andreas Müller: „Krieg - diese Erfahrung braucht niemand.“

tile ◼ „Bewahre uns davor, das Gewesene zu vergessen“, betete Annette Hinzmann. In ihren Worten des Gedenkens erinnerte die Pfarrerin der ev.-ref. Kirchengemeinde Gosenbach gestern zum Volkstrauertag an all die Leben, die geprägt wurden von Not, Leid und Zerstörung und die dabei körperlichen und seelischen Schaden genommen haben. Aber der Mensch sei so beschaffen, dass er Angst in etwas Positives verwandeln könne. Sie wünschte sich, dass die Lehre aus dem Unfassbaren in jedwedem kriegerischen und terroristischen Akt ihren Weg in das Leben der Menschen finde: Der Friede im Denken und Handeln solle zur Grundlage des Alltags werden.

Auf der Kreisehrengedenkstätte in Gosenbach stellte Landrat Andreas Müller fest: „Diese Welt ist kein friedlicher Ort; und ich weiß nicht, ob sie es jemals sein wird. Was ich sz 2017 11 19 foto2aber weiß, ist, dass wir etwas dafür tun können.“ Jeder Gefallene sei Mahnung und Aufforderung, Zivilcourage und Rückgrat zu zeigen. Denn: „Krieg - diese Erfahrung, braucht niemand.“

Müller betonte insbesondere auch die inhaltliche Entwicklung des Volkstrauertags. Einst von den Nazis als Heldengedenktag missbraucht werde heute allen Opfern politischer Gewalt gedacht. Dies sei u. a. das Verdienst des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge mit seiner Intention, „Versöhnung über den Gräbern“ zu stiften, sowie des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, der 1985 durch seine Ansprache zum Kriegsende am 8. Mai 1945 die Erinnerungskultur in Deutschland nachhaltig verändert habe.

Wie wichtig das Sich-Erinnern auch für nachrückende Generationen ist, machten drei Schüler des Löhrtor-Gymnasiums überraschend nachdrücklich deutlich. Die mediale Übersättigung mit Krieg, Gewalt und Terror führe zu einer Abstumpfung, kritisierte Tristan Vitt. Dabei müsse man sich doch „immer bewusst machen, dass Krieg bedeutet, dass Menschen sterben, ihre Heimat verlieren“. Die Folgen seien auch bei uns tagtäglich zu sehen - in den Schicksalen der nach Deutschland geflüchteten Menschen. Friede in der Welt müsse das oberste Ziel sein. Dafür forderte er: „Seien wir empathisch!"

Stolz und dankbar sei sie, sagte Jule Bäumer sz 2017 11 19 foto3mit bebender Stimme, „dass ich keine Angst haben muss“. Dies sei ein Privileg ihrer Generation, der letzten, die noch Menschen kenne, die den Krieg erlebt haben. Verwandte ihrer Oma lägen eben hier auf der Kreisehrengedenkstätte, verriet die junge Gosenbacherin. Diese Sicherheit dürfe niemals als selbstverständlich erachtet werden. Es gelte daher, die (emotionale) „Neutralität in uns zu bekämpfen“. Anschließend las die angehende Abiturientin Olivia Icynec den Text „Warten auf Entwarnung“ vor, die berührende Kriegserinnerung einer Zeitzeugin des Zweiten Weltkriegs.

Die Feierstunde mit Kranzniederlegung wurde musikalisch begleitet von SiWi Vokal, dem Chor der Kreisverwaltung. Neben Landrat Müller, seinem Vorgänger Paul Breuer, einigen Kreispolitikern und den beiden aktuellen Bundestagsabgeordneten Volkmar Klein und Willi Brase wohnten zahlreiche Amts- und Würdenträger der Bundeswehr, der Polizei, der Feuerwehr und anderen Institutionen sowie Anteil nehmende Bürger der würdevollen und angemessenen Gedenkveranstaltung bei.

In der Aula des Löhrtor-Gymnasiums zu Gast war gestern US-Generalkonsul Michael R. Keller, hier im lockeren Gespräch mit den Schülerinnen Mona Gazi, Johanna Müller sowie Ronja Müller-Späth (v.l.). Foto: kalle

Fast nichts zum Thema Trump (Siegener Zeitung)

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Erstellt: 20. Oktober 2017

SIEGEN US-Generalkonsul Michael R. Keller war gestern zu Besuch in Siegen

Nach dem Schulbesuch im Löhrtor-Gymnasium folgte ein Treffen mit Mitgliedern des Rotary-Clubs Siegen.

kalle ◼ Es war die dritte Frage, die gestern in der Aula des Löhrtor-Gymnasiums von einem Schüler an Michael R. Keller, seit August 2015 US-Generalkonsul in Düsseldorf, gestellt wurde: Was sage er denn zu US-Präsident Donald Trump?

In der heiklen Angelegenheit ließ sich der eloquente Diplomat nicht aufs Glatteis führen, er vertrete hier in Deutschland die Vereinigten Staaten von Amerika. Locker ließ er die Frage an sich abtropfen. Doch ganz so unpolitisch ging es gestern doch nicht zu. Bei der Auflistung der US-Präsidenten von Bush bis Obama sagte er zum Schluss seiner Aufzählung, an den aktuellen Präsidenten könne er sich im Moment nicht erinnern.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Schulleiter Dr. Reiner Berg und Siegens Bürgermeister Steffen Mues berichtete der dreifache Familienvater von den engen Kontakten zwischen den USA und Nordrhein-Westfalen. Immerhin seien, so Keller weiter, 1700 Unternehmen aus den USA in NRW aktiv, die über 100 000 Arbeitsplätze bereitstellten.

Moderiert wurde das Gespräch von den Löhrtor-Schülerinnen Johanna Müller, Mona Gazi und Ronja Müller-Späth. Persönlich wurde es, als sich der Diplomat den 300 Schülern vorstellte. Keller erinnerte an seine familiären Wurzeln, die in Frankfurt und dem Sudetenland lägen. Er erzählte von der Schulzeit in München, wo er häufig die Schule geschwänzt habe. Das gab Gelächter und Beifall zugleich. Auch ernste Themen kamen zur Sprache, etwa der Umweltschutz in den USA, die Situation in Nordkorea oder der Rassismus in den Vereinigten Staaten.

Der Besuch des Löhrtor-Gymnasiums, der von der Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft Siegerland-Wittgenstein mit initiiert worden war, gehört zu einem US-Projekt, in dem Amerikaner im Dialog mit deutschen Jugendlichen über die USA einen Austausch führen wollen. Für Schulleiter Dr. Reiner Berg war es eine gelungene Veranstaltung, die die USA auch von einer anderen Seite beleuchtet.

Beim späteren Treffen mit den Rotariern im Haus der Siegerländer Wirtschaft ging es eher um wirtschaftliche Themen, die bei einem Mittagslunch besprochen wurden. Das große Interesse an den aktuellen Beziehungen zu den USA, aber auch die Verunsicherung über die Politik von US-Präsident Trump spiegelten sich in der lebhaften und äußerst offenen Diskussionsrunde wider.

Dabei drückten Rotary-Präsident Dr. Frank M. Lösser und Pastpräsident Arnold Vetter den eindringlichen Wunsch aus, dass die vielen kulturellen, politischen, historischen und wirtschaftlichen Gemeinsamkeiten die Basis bildeten für eine weiterhin partnerschaftliche Zukunft. Neben vielfältigen außenpolitischen Aspekten schilderte Konsul Keller die innenpolitischen Strömungen, die das Wahlverhalten in den USA stark beeinflussten. Gerade vor dem Hintergrund der zunehmenden internationalen Spannungen und den damit verbundenen Herausforderungen für die westliche Welt sehe Generalkonsul Keller die Notwendigkeit, dass Europa und die USA wieder näher zusammenrückten.

Bereits kommende Woche ist der US-Generalkonsul erneut in Siegen, am 25. Oktober nimmt er bei der IHK Siegen am „Wirtschaftstag USA” teil.

Eindrucksvoll: Das Wandgemälde an der Fassade des Löhrtor-Gymnasiums. Fotos: A. Bruch

Ansporn zum nachhaltigen Handeln (SiegerlandKurier)

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Erstellt: 14. Oktober 2017

„Weltbaustelle NRW“: Wandbild an der Fassa­de des Löhrtor-Gymnasiums fertigge­stellt

◼ Von Anke Bruch
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Siegen.
Die Künstler Charles Behbe (Simbabwe) und Jan Bresinski (Deutschland) haben ihr großes Wandbild an der Fassade des Löhrtor-Gymnasiums fertiggestellt. Zwei Wochen lang haben sie bei strömendem Regen und Kälte ein einmaliges Kunstwerk geschaffen.

Das 300 Quadratmeter große Bild entstand im Rahmen der Kampagne „Weltbaustellen NRW“. An diesem Projekt des Eine-Welt-Netzes betei­ligten sich 16 Städte aus Nordrhein-West­falen – Siegen war die letzte Aktion, die nun fertiggestellt wurde. Auf dem Bild werden die 17 Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 aufge­griffen. Diese lassen sich in fünf Bereiche einteilen. „Tangiert werden die Bereiche Mensch, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaft“ so Manfred sk 2017 10 14 foto2Belle vom Eine-Welt-Netz NRW.

In der vergangenen Woche wurde das Gerüst entfernt und das Wandbild offiziell der Öffentlichkeit präsentiert. In einer Feierstunde in der Aula des Löhrtor-Gymnasiums dankten Wolfgang Cavelius als Vertreter der Stadt Siegen sowie Elisa Heinrich als Projektleiterin vom Verein für Soziale Arbeit und Kultur den vielen Helfern.

„Schüler von Beginn an involviert“

Denn: Auch zahlreiche Schüler waren am Projekt beteiligt und hatten ihre Ideen mit den Künstlern gemeinsam umgesetzt. „Die Schüler waren von Beginn an in die Diskussionen involviert und konnten so ihre Vorstellungen, Ängste und Hoffnungen für die Zukunft sk 2017 10 14 foto3ein­bringen“, sagte Heinrich.

Bevor das Gemälde auf die Wand gebracht wurde, waren Skizzen angefertigt worden, die am Ende aber doch immer noch einmal verändert wurden. Geplant war auch, das Krönchen irgendwo einzubauen, doch am Ende gab es dafür doch zu wenig Platz. „Wir wollten auch nicht, dass es untergeht und so haben wir es einfach weggelassen“, so Behbe.

„Es ist ein wirklich eindrucksvolles Kunstwerk mit vielen Einzelbildern entstanden, die nicht erklärt werden sollten. jeder interpretiert sie anders. Aber eins ist klar: auf unserer Welt gibt es derzeit viel zu viele Baustellen“, so Cavelius in seiner Ansprache. Solch ein Bild könne zum Nachdenken anregen und zum nachhaltigen Handeln anspornen.

Die Außenfassade der einstigen Stadtbühne hat sich verwandelt - in ein Bild von unserer Welt. Die Künstler jan Bresinski und Charles Bhebe arbeiteten bei Wind und Wetter an ihrem Wandgemälde, das sich während des Entstehungsprozesses immer wieder veränderte. Das Krönchen, zum Beispiel, passte am Ende nicht ins Konzept, der Eisbär mit Selfiestick schon. Foto: Dirk Manderbach

Die Welt, in der wir leben (Siegener Zeitung)

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Erstellt: 13. Oktober 2017

SIEGEN Jan Bresinski und Charles Bhebe haben ihr Wandgemälde am Löhrtor fertig­gestellt

Das Bild will sehr bewusst zur Diskussion anregen.

ciu ◼ Land unter. Rette sich, wer kann, und rette, was er kann. Den Koffer voll Geld; das Nutztier, die Geige, die Kinder, Buch oder Burger, die fein gehegte Blume. Denn das Wasser steht den Menschen bis zum Hals. Jedenfalls denen, die am Fuß der Brückenpfeiler leben – und ums Überleben kämpfen. Von deren Sorgen, Nöten, Ängsten enthoben sind jene, die dort zu Hause sind, wo das Geld hängenbleibt. In den Wolkenkratzern des „big business“ einer blinkenden Glitzerwelt. Um die allein mit den Augen zu erreichen, muss man den Kopf weit in den Nacken leben. So hoch, so fern, so unerreichbar türmt sich die Skyline einer kalten Metropole auf. Was bei denen ganz unten ein Gesicht hat, ist „on the top“ hinter erleuchteten Fensterreihen verborgen, bleibt anonym, ist nicht zu fassen.

Ist das die Welt, in der wir leben? Vielleicht. Jedenfalls ist das die Welt, die Jan Bresinski (Eitorf) und Charles Bhebe (Simbabwe) an die Wand gemalt haben: an die Straßenseite der Aula des Löhrtor-Gymnasiums Siegen und um die Ecke zum Parkplatz herum – wo ein Affe uns Menschen gewissermaßen den Vogel zeigt … Rund zwei Wochen haben die beiden Künstler auf der „Weltbaustelle Siegen“ gearbeitet. Haben zunächst recherchiert und – auch, wie berichtet, gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums – projektiert, um dann die riesige Außenfläche zu gestalten.

Eine Aufgabe war es, mit diesem Bild auf die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Agenda 2030) aufmerksam zu machen. Darauf verwies Eine-Welt-Promotorin und Siegener Projektleiterin Elisa Heinrich am Mittwoch während der Feierstunde zur offiziellen Übergabe des Wandgemäldes. So finden sich in diesem Mega-Bild Verweise auf die Themen Armut, Bildung, Klimawandel oder Ungleichheit. In Vertretung von Bürgermeister Steffen Mues dankte Beigeordneter Wolfgang Cavelius allen am Projekt Beteiligten und verwies auf manches, was sich städtischerseits in Sachen Klimaschutz oder fairer Handel tut. Ob Siegen nun tatsächlich eine grüne Stadt ist (wie der Verwaltungsmann unterstrich) oder ziemlich zubetoniert (wie Schüler Kevin Dinay im Interview mit Schulleiter Dr. Reiner Berg sagte), darf gerne diskutiert werden. Auch ob das Bild von unserer Welt, das uns das Löhrtor als Spiegel vorhält, ein stimmiges ist – oder auch nicht. Es soll und wird in jedem Fall für Gesprächsstoff sorgen.

Abschied nehmen mussten die Schulgemeinde und die Eine-Welt-Initiativen von den beiden Künstlern, die eine Menge positiver Impulse gegeben haben. Das jedenfalls war am Mittwoch in der Aula spürbar. Viel Applaus und mit Bedacht gewählte Geschenke erhielten Bhebe/Bresinski mit auf den Weg. Sie seien „erstmal platt“, sagten sie – nach so vielen Tagen bei überwiegend herbstlich nassem sz 2017 10 13 foto2Wetter auf dem Gerüst. Dann freilich packen sie wieder etwas Neues an, möglicherweise gibt es sogar ein gemeinsames Projekt in Simbabwe. Auf Dr. Bergs Frage, ob sie mit ihrem Siegener Wandgemälde zufrieden seien, antwortete Charles Bhebe siegerländisch knapp: „Jo.“

Schön, dass die Schulchöre die Botschaft des Bildes mit passenden Songs unterstrichen: die Jüngeren mit Birdys „People Help The People“, die Älteren mit „Human“ von Christina Perri. Auch an den Erwachsenen von morgen (und hier beginnt ein kleiner Kommentar) liegt es, in welchen Bereichen unsere Welt eine Baustelle bleibt oder nicht. Und: Richtig rund würde die Sache, wenn der zu Jan Bresinski und Charles Bhebe entstandene Kontakt vertieft werden könnte – etwa mit einer Einzel- oder Doppelaussteliung im Haus Seel oder auch (immerhin ist Bhebe bei der 57. Biennale in Venedig vertreten) im Museum für Gegenwartskunst.

Die beiden Künstler Charles Bhebe (links) und Jan Bresinski haben es geschafft: Das 300 Quadratmeter große Wandbild ist fertig. FOTO: LAURA HANDKE

Von Helden und einem Eisbär mit Selfiestick (Westfälische Rundschau)

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Erstellt: 12. Oktober 2017

300 Quadratmeter großes Wandbild am Löhr­tor-Gymnasium ist fertig. Raum für Inter­pretationen

Von Laura Handke

Segen. Das Gerüst ist weg - das Bild ist fertig. Die Künstler Charles Bhebe und Jan Bresinski haben im Rahmen der Kampagne „Weltbaustellen NRW“ ein 300 Quadratmeter großes Wandbild zum Thema Nachhaltigkeit an der Fassade des Gymnasiums am Löhrtor gestaltet.

Von Wind und Wetter

Zwei harte Wochen liegen hinter den Künstlern. Acht bis zehn Stunden pro Tag verbringen sie draußen, um das Wandbild am Gymnasium fertig zu stellen. Das Gerüst ist hoch, die Wand groß. Sie ldettern immer wieder hoch und runter, egal bei welchem Wetter. „Es war sehr anstrengend, aber es hat sich gelohnt“, sagt Charles Bhebe. „Es ist so geworden, wie wir es uns vorgestellt haben. Wir sind sehr zufrieden.“

Vor dem Projekt haben die Künstler Schüler des Gymnasiums gefragt: „Was würdet ihr retten, wenn plötzlich eine Flutwelle kommt?“ Die Schüler unterstützten Bhebe und Bresinski bei der Arbeit und brachten ihre Ideen mit ein: „Die Zusammenarbeit hat gut geklappt. Wir mussten das natürlich vorher planen, weil die Zeit knapp war“, sagt Jan Bresinski. Trotzdem sei alles reibungslos verlaufen.

Vom Abheben und Versinken

Auf dem Bild gibt es zwei Welten: Die eine, obere, ist abgehoben, in der anderen, unteren, droht alles zu versinken. „Das Bild regt zum Nachdenken an“, sagt Charles Bhebe - ein buntes, fröhliches Bild, mit einem ernsten Hintergrund. „Vielleicht regt es auch dazu an, mutiger zu werden und die Stadt durch weitere Wandbilder bunter zu gestalten“, sagt Jan Bresinski.

Auf eine Erklärung für ihr Bild möchten sich die Künstler nicht festlegen: „Es lässt Spielraum für eigene Interpretationen“, sagt Charles Bhebe, Ziel: Die 17 Ziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen sichtbar machen. Sie sind teils eingearbeitet, „das Bild weist aber auch auf andere Probleme hin“, so Bresinski.

Der Betrachter solle jedenfalls zum Nachdenken angeregt werden darüber, wo man sich selbst auf dem Bild verorte - bei den oberen, abgehobenen oder den unteren, die absaufen? Und kann die Grenze überhaupt so eindeutig festgelegt werden? Die beiden Künstler sind übrigens auch zu sehen. Suchen erwünscht.

  1. Löhrtor-Sanitäter: Freude über Rang 2 (Siegener Zeitung)
  2. Schulsanitäter aus Siegen auf Platz zwei (Westfälische Rundschau)
  3. 300 Quadratmeter Nachhaltigkeit (Westfälische Rundschau)
  4. Brücken aus Beton (Siegener Zeitung)

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