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Musikschule und Gymnasium Am Löhrtor präsentierten gemeinsames Orchesterkonzert
lip Siegen. Die Aula des Gymnasiums Am Löhrtor in Siegen hatte sich am Sonntag mit erwartungsfrohen Mitschülern und Angehörigen der zahlreichen Aktiven gefüllt, die gekommen waren, um die vorbereiteten Musikdarbietungen der verschiedenen Orchesterformationen zu erleben. Den Beginn machten die Streicher der Klasse 5 zusammen mit den „Ministrings“, deren jüngste Geiger und Geigerinnen erst sieben Jahre alt sind. Sie vereinten sich stolz mit den älteren Anfängern des Gymnasiums. Viel Vorarbeit war geleistet worden. Nicht nur das Notenlernen, die richtige Haltung von Instrument und Bogen, auch das Aufeinanderhören und das gemeinsame Agieren wollen gelernt sein.
Unter der Leitung von Tabea Goerke eröffnete „Showtime!“ den Abend. Die auf leeren Saiten gespielte einfache Melodik wurde schwungvoll von Dorothea Kiess auf dem Klavier begleitet, die darauf ihre zehn munteren „Ministrings“ mit „Chicken On A Fencepost“ präsentierte. Ebenso erfreulich gelangen das vierstimmige „Streichquartett“ und drei Tänze der Streicherklasse 5, die mit Rufen und Stampfen aufgepeppt wurden. Dorothea Kiess, Tabea Goerke und Camilo Goitia wechselten sich in Leitung und Klavierbegleitung ab.
Stimmungsvolle Filmmusiktitel hatten der Vokalpraktische Kurs und der Chor unter der engagierten Leitung von Valeria Solbach vorbereitet. „May It Be“ {„Herr der Ringe“), „Can You Feel The Love Tonight“ und „Circle Of Life“ {„König der Löwen“) erzeugten Gänsehautstimmung. Dominik Stangier am Keyboard und Felix Scholl am Cajon schufen einen wirkungsvollen Klangteppich. Sicher hätten die 45 Sängerinnen und Sänger mit ihren schönen Stimmen auch ohne Mikrofon den Saal gefüllt! Nach der Pause zeigten die drei Orchester der Fritz-Busch-Musikschule unter der Leitung von Musikschulleiterin Angelika Braumann ihr Können. Die Kooperation zwischen Gymnasium und Musikschule hat seit ihrem Beginn 2003 viele Früchte getragen, die den Schülern beider Institutionen zugute kommen. Das zehnköpfige Unterstufenorchester hatte sich erfolgreich drei rhythmisch schwierige, flotte Stücke vorgenommen. Die Filmmusik aus „Star Wars“ (John Williams), die vom Mittelstufenorchester gespielt wurde, war für die Streicher, sieben Bläser und den Schlagzeuger ein Riesenbrocken, der trotz der schwierigen Partitur phasenweise erstaunlich gut klappte. Claude Debussys witziges Stück „Gollywogs Cakewalk“ machte gute Laune.
Ein Höhepunkt zum Ende hin war der Auftritt der Violinsolistin Hannah Guntermann, die zusammen mit dem Jugendsinfonieorchester das „Allegro aperto“ aus Mozarts Violinkonzert Nr. 5 A-Dur KV 219 tonschön, virtuos und zupackend darbot. Nicht nur im Zusammenspiel mit dem Orchester, besonders auch in der langen Kadenz mit Dreiklangsbrechungen, Doppelgriffen und ausdrucksvollen Melodien zeigte die Abiturientin ihr großes Können.
Nach langem Riesenapplaus beendete das Jugendsinfonieorchester mit Mozarts Ouvertüre zur Oper „La Clemenza di Tito“ das Schulkonzert. Sowohl die sauber spielenden Streicher als auch die Holz- und Blechbläser (manchmal etwas schrill) samt Pauker machten ihre Sache so gut, dass es Blumen und lobende Dankesworte von Schulleiter Dr. Reiner Berg für Schüler und Lehrkräfte und nochmals großen Applaus für alle Ausführenden gab.
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Paul Arne Pankratz vertritt den Kreis beim Bezirksentscheid
Siegen. Wer ist die beste Vorleserin oder der beste Vorleser des Kreises Siegen-Wittgenstein? Beim Kreisentscheid des 58. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels traten die Siegerinnen und Sieger der Schulentscheide des Stadtgebietes Siegen in der Stadtbibliothek Siegen an, An den regionalen Entscheiden der Städte und Landkreise beteiligen sich bundesweit rund 7000 Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen. Mit rund 600 000 Teilnehmern jährlich ist der 1959 ins Leben gerufene Vorlesewettbewerb Deutschlands größter Lesewettstreit. Er wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels veranstaltet und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Öffentliche Aufmerksamkeit für das Kulturgut Buch zu erregen, Leselust zu wecken und die Lesekompetenz von Kindern zu stärken, gehört zu den zentralen Anliegen des Vorlesewettbewerbes.
Die Etappen führen über Stadt-/Kreis-, Bezirks- und Länderebene bis zum Bundesfinale am 21. Juni in Berlin. Alle teilnehmenden Kinder erhielten eine Urkunde und einen Buchpreis. Der Sieger, Paul Arne Pankratz vom Gymnasium Am Löhrtor, darf zum nachfolgenden Bezirksentscheid fahren.
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Vorlesewettbewerb: Löhrtor-Gymnasiast zum Bezirksentscheid
sz Siegen/Freudenberg. Wer ist die beste Vorleserin oder der beste Vorleser des Kreises Siegen-Wittgenstein? Aufgrund der Größe des Kreises gibt es zwei Entscheidungen. Bei der ersten Runde des 58. Vorlesewettbewerbs traten die Besten der Schulentscheide der Städte Siegen und Freudenberg in der Stadtbibliothek Siegen an. Der Sieger, Paul Arne Pankratz vom Siegener Löhrtor-Gymnasium, darf nun zum Bezirksentscheid fahren.
In der zweiten Runde, die das Kreisjugendamt am 23. Februar ausrichtet, wird der Sieger des übrigen Kreisgebiets ermittelt.
An den regionalen Qualifizierungsrunden der Kommunen und Kreise beteiligen sich laut Pressemitteilung bundesweit etwa 7000 Sechstklässler. Mit rund 600 000 Teilnehmern jährlich gilt der 1959 ins Leben gerufene Vorlesewettbewerb als Deutschlands größter Lesewettstreit. Er wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels ausgerichtet und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Öffentliche Aufmerksamkeit für das Kulturgut Buch zu erregen, Leselust zu wecken und die Lesekompetenz von Kindern zu stärken, gehört zu den zentralen Anliegen.
Die Etappen führen über Stadt-/ Kreis-, Bezirks- und Länderebene bis zum Bundesfinale am 21. Juni in Berlin. Alle teilnehmenden Kinder erhielten eine Urkunde und einen Buchpreis.
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Film „Abiturientia 1914” wird Schulleiter und Gymnasium am Löhrtor übergeben
Von Laura Baer
Siegen. Zu achtzehnt sind sie, als sie 1914 ihr Abitur am damaligen Siegener Jungenrealgymnasium machen - sechs der jungen Männer überleben den Ersten Weltkrieg nicht. Heute sitzen drei Oberschulklassen in der Aula des Gymnasiums am Löhrtor und schauen den Film „Abiturientia 1914”, der das Schicksal der Abiturklasse während des Kriegs nachzeichnet. „Das ist ein Teil der Schulgeschichte”, sagt Schulleiter Reiner Berg über den Film, der heute offiziell zur Veröffentlichung auf der Website der Schule übergeben wird.
Das Thema
102 Jahre trennen die Jugendlichen von damals und heute; trotzdem: Es ist eine ähnlicher Lebensabschnitt, in dem sie sich befinden. Nach dem Abi verteilen sich die Absolventen des Jahrgangs 1914 über ganz Deutschland, der Kontakt bleibt über Briefe erhalten. Doch dann bricht der Krieg aus - von Patriotismus erfüllt meldet sich mehr als die Hälfte der ehemaligen Klasse freiwillig für den Kriegsdienst. Eine Briefesammlung, das Buch „Feldkurier" und die Zeitschrift „Abiturientia" helfen den Siegenern an der Front und auf Heimaturlaub, in Kontakt zu bleiben.
Die Umsetzung
Historiker Dieter Pfau und Journalist Christian Albrecht nutzten als Quellen für den zehnminütigen Film Textdokumente und Fotografien aus dem Siegener Stadtarchiv - die Bewegtbilder stammen aus einem Staatsarchiv aus den USA. Basierend auf den historischen Quellen, lassen sie einen Absolventen des damaligen Abiturjahrgangs die Geschichte erzählen; „Dabei haben wir versucht, so authentisch wie möglich zu bleiben”, sagt Pfau.
Die Stärken
„Die Geschichte ist sehr persönlich beschrieben; es ist gut, dass es kein offizieller Bericht ist und jemand in einem ähnlichen Alter erzählt”, sagt Sonja Büdenbender, die in die Q1 geht. Die Geschehnisse aus Sicht eines Beteiligten erzählen zu lassen, findet auch Benjamin Schmidt sinnvoll: „So kann man das Lebensgefühl und die Idee der Menschen nachvollziehen.”
Die Bedeutung
„Es ist wichtig, alte Sachen zu archivieren, um zu lernen und Fehler zu vermeiden”, sagt Kevin Dinaj. Aus historischen Ereignissen entstehe auch immer etwas Neues, so Donika Tahiril. „Verträge und Bündnisse können wichtig für neue Systeme wie zum Beispiel die Demokratie sein.” Das Thema Krieg habe auch angesichts aktueller Krisen eine hohe Relevanz und Bedeutung, betont Schulleiter Reiner Berg. „Es geht darum, sich aus der Geschichte heraus aktuellen politischen Fragen zu stellen.”
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Gut zuhören, zur Ruhe kommen und eigene Bilder oder ganze Welten im Kopf entstehen lassen - darum geht es beim Vorlesen. Damit diese Tradition in den Familien nicht verloren geht und Kinder und Jugendliche Spaß am Lesen finden, fand gestern zum 13. Mal der bundesweite Vorlesetag statt. Auch in unserer Region machten Kitas und Schulen mit, zum Beispiel das Siegener Gymnasium am Löhrtor. Der erste Vorleser war Michael Reufsteck, Radiomoderator und Buchautor. Er nahm die Kinder mit in die Welt von „Momo" (Michael Ende) und erzählte von einer begabten Zuhörerin, einer langweiligen Puppe und den unheimlichen grauen Herren. Kika-Moderatorin Jess Lange blieb mit ihrem eigenen Buch „Absolut ich" nahe an den Erfahrungen der Schüler. Sie berichtet darin von ihrer Zeit als Teenager und machte deutlich, dass der erste Eindruck nicht immer stimmen muss. „Das Tolle am Vorlesetag ist, dass Kinder für Jugendbücher begeistert werden", so Schulleiter Dr. Reiner Berg. Und das geschehe mit den prominenten Gästen auf authentische Weise. sos

